Wie man mit 28 an so einen Posten kommt – und warum Hope Hicks ihn nicht lange behalten wird.

Das hier ist Hope Hicks, 28, – Donald Trumps neue Kommunikationschefin im Weißen Haus. Seit Donnerstag ist sie offiziell im Amt. (Deutschlandfunk)

Noch nie gesehen? Keine Überraschung, denn bislang arbeitete Hicks vor allem im Hintergrund. In Zukunft wird sie aber häufiger am Rednerpult stehen und Trumps Politik verteidigen müssen. 

Warum sich Trump für sie entschied und was sie vor ihrer Arbeit im Weißen Haus gemacht hat, erklären wir dir in sechs Punkten:
1. Trump nennt sie beim Spitznamen.

Nicht so förmlich: Laut Times lag in Hicks Büro ein Zettel mit einer Danksagung von Trump. Darauf stand: "Hopie – you're the greatest!" (Vogue)

Ein alternativer Nick-Name für sie: "Hopester", schreibt "Politico"

2. Ivanka stellte den Kontakt zwischen Trump und ihr her.

Bevor Hicks für Trump gearbeitet hat, war sie bei der PR-Agentur "Hiltzik Strategies" angestellt. Zu deren Kunden zählten Alec Baldwin, Justin Bieber, Drake – und eben auch Ivanka Trump. 2014 wechselte Hicks zu ihrer Firma, um ihre Accessoire- und Modelinie zu vermarkten. (CNBC)

Ivanka nannte Hicks eine "brilliante, freundliche, und boshaft witzige Freundin." (Ivanka Trump bei Twitter)

3. Sie hat mal als Model gearbeitet.

Hicks wuchs in Greenwich im US-Bundessstaat Connecticut auf. Eines ihrer Hobbys: Lacrosse. Sie war sogar Kapitänin der Schulmannschaft an der "Greenwich High School". Im Jugendalter begann sie dann mit dem Modeln, übrigens zusammen mit ihrer Schwester. Unter anderem war sie in einer Werbekampagne von Ralph Lauren zu sehen. 

Später studierte Hicks dann Anglistik an der "Southern Methodist University". (Bild)

4. Zunächst sollte sie eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für sich selbst finden.

Denn das Amt der Kommunikationschefin sollte sie nur übergangsweise übernehmen ("New York Times"). Jetzt bleibt sie aber doch für länger. Wahrscheinlich wollte das Weiße Haus ein erneutes Debakel vermeiden. 

Ihr Vorgänger Anthony Scaramucci war gerade einmal zehn Tage im Amt. Trump hatte Scaramucci entlassen, nachdem der die eigenen Mitarbeiter diskreditiert hatte und im Gespräch mit einem Journalisten des "New Yorker" ausgerastet war. Über den Chefstrategen des Präsidenten hatte er gesagt: "Ich bin nicht Steve Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen." (bento)

Scaramucci wünscht Hicks alles Gute für den Job:

5. Sie soll viel Geld verdienen.

Mit 28 Jahren ist Hicks die jüngste Kommunikationschefin im Weißen Haus, die es je gab. Dort hat sie bislang vor allem im Hintergrund gearbeitet. Im Wahlkampf unterstützte sie Trump bereits als Sprecherin. 

Laut "Politico" hat sie bislang 179.700 Dollar (154.000 Euro) verdient – so viel wie Trumps Chefstratege Steve Bannon. Offiziell bestätigt ist das nicht. (Fox News/USA Today)

Aber eines ist sicher: Für ihr Geld arbeitet Hicks äußerst hart. In einem Interview sagte Hicks Mutter: 

Sie spricht nicht mehr wirklich mit anderen, sie hat kein Leben.

In ihrer neuen Funktion wird es bestimmt nicht weniger stressig.

Was bislang in Trumps Amtszeit passierte, haben wir hier zusammengefasst:
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Anmerkung: Wir haben den Text aktualisiert, nachdem bekannt wurde, dass Hicks nicht nur vorübergehend im Amt bleibt.


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