Mark "Chris" Sevier will gegen die gleichgeschlechtliche Ehe protestieren, indem er einen Gegenstand heiratet. Jetzt hat er Klage gegen ein Standesamt in Houston, den texanischen Gouverneur Greg Abbott und den Justizminister Ken Paxton eingereicht. Die Houston Press berichtet, er "möchte beweisen, dass letzten Endes die Ehe zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar mit der Ehe zwischen Mann und Maschine gleichzusetzen ist".

Vor zwei Jahren war Seviers Versuch, seinen Computer zu heiraten, schon in Florida vor Gericht gescheitert. Damals beschrieb er sich selbst als Teil einer Minderheit von Amerikanern "die Maschinen oder Tiere heiraten wollen".

Die Frage ist doch – sollten wir diese Art von Lebenswandel politisch fördern?
Mark "Chris" Sevier

Seviers gerichtliche Eskapaden sind nur ein Teil seiner bewegten Vergangenheit mit dem Gesetz. Im September 2013 wurde er wegen Stalking einer 17-Jährigen angezeigt und verhaftet. Zuvor war er schon wegen Stalkings des Countrysängers John Rich angezeigt worden, nachdem er diesem ein Nacktbild von sich geschickt hatte, auf dem er in eine amerikanische Flagge gewickelt und blutbeschmiert zu sehen war. Rich hatte Reportern gesagt, dass er um die Sicherheit seiner Kinder besorgt sei, die Sevier in einem seiner Briefe erwähnt haben soll.

Sevier ist selbst Absolvent der Vanderbilt Law School. Seine Anwaltszulassung, die er 2007 in Tennessee erworben hatte, wurde Berichten zufolge aufgrund einer psychischen Störung ausgesetzt. Dokumente des Justizministeriums belegen, dass seine Lizenz 2011 wegen einer nicht näher spezifizierten Arbeitsunfähigkeit eingezogen wurde.

Sevier, der 2014 einem Richter sagte, er würde Sex mit seinem Computer dem Sex mit einer echten Frau vorziehen, ist laut der Houston Press ein Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe. Sevier sagte damals: "Die Frage ist doch – sollten wir diese Art von Lebenswandel politisch fördern?"

Dieser Beitrag von Dell Cameron ist zuerst auf The Daily Dot erschienen. Übersetzung: Jule Markwald


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