Bild: dpa

Vor etwa einem Monat entsetzten die Morde von Herne ganz Deutschland. Der 19-jährige Marcel H. ermordete seinen neunjährigen Nachbarsjungen, flüchtete und tötete wenige Tage später einen 22 Jahre alten Mann. (bento)

Die Taten schockierten, bundesweit nahmen Menschen Anteil am Leid der Angehörigen der Opfer. 

Doch genau diese Anteilnahme wurde gnadenlos ausgenutzt: Die Betreiber einer Facebook-Seite haben den Tod des neunjährigen Jaden für ihre Geschäftsinteressen missbraucht. 

Kurz nach dem ersten Mord wurde die Facebookseite "Jaden aus Herne" aufgesetzt. Auf den ersten Blick eine Gedenkseite, die an den Jungen erinnern sollte. 

Das Profilbild zeigte Jaden. Beiträge wie dieser wurden zehntausendfach geteilt:

(Bild: Mimikama )

Mit solchen emotionalen Posts sammelte die Seite innerhalb kürzester Zeit mehr als 11.000 Fans. Und genau das war offenbar auch ihr Ziel. Denn: Wie der Watchblog Mimikama berichtet, wurde die Seite vor wenigen Wochen plötzlich umbenannt. Aus "Jaden aus Herne" wurde "Aus - einzigartige Geschenkideen". Das Profilbild wurde gelöscht und ebenso alle Beiträge, die Bezug zu Jaden hatten. (Mimikama)

Stattdessen gibt es nun Werbung für Schokofondue und Luftmatratzen. Und alle Menschen, die eigentlich gemeinsam um Jaden trauern wollten, werden nun mit Werbung vollgespamt.

Nur an der URL kann man noch erkennen, dass es sich bis vor Kurzem um die Gedenkseite handelte. Probiert es aus, man landet auf der Werbeseite: https://www.facebook.com/Jaden-aus-Herne-616724865192666/

Ein kleiner Junge wird ermordet und einige Menschen benutzen das für ihre eigenen Interessen. Einfach nur skrupellos. 


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