Bild: dpa / Oliver Berg

Henriette Reker, parteilose Kandidatin bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Köln, ist bei einer Messerattacke schwer verletzt worden. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf die Polizei. Ein 44-Jähriger Mann hatte am Infostand der CDU auf einem Wochenmarkt in Köln-Braunsfeld auf sie eingestochen. Reker und weitere Personen, die ebenfalls verletzt wurden, sollen außer Lebensgefahr sein.

Der Täter konnte festgenommen werden. Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger von der SPD, sprach von ersten Anzeichen für eine politisch motivierte Tat. Nach Medienberichten soll der Täter nach seiner Festnahme "Merkel, Reker, Flüchtlingsschwemme" gesagt haben.

Wie die Stadtverwaltung am Mittag mitteilte, findet die Wahl am Sonntag trotzdem statt.

Polizistinnen sichern am Samstagvormittag den Tatort in Köln-Braunsfeld(Bild: dpa / Federico Gambarini)

Noch am Freitag hatte Rekers Team zu dem Termin eingeladen. Der Auftritt der Kandidaten war für eine halbe Stunde vorgesehen.


Reker ist parteilos und arbeitet als Sozialdezernentin der Stadt Köln. Sie gilt als aussichtsreiche Kandidatin, wird von Grünen, CDU, FDP und Freien Wählern unterstützt.

Die Wahl zum Oberbürgermeister von Köln soll am Sonntag stattfinden. Eigentlich war die Wahl bereits für den 13. September vorgesehen, musste aber wegen fehlerhaft gedruckter Stimmzettel verschoben werden.

Reker Gegenkandidat von der SPD, Jochen Ott, kündigte an, den Wahlkampf auszusetzen:

Gerade erfahre ich vom Attentat auf meine Mitbewerberin Henriette Reker.Ich bin zutiefst bestürzt und drücke ihr von...

Posted by Jochen Ott on Saturday, October 17, 2015

Update, 13.48 Uhr: Wahl findet statt, Täter nennt Motiv.

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