Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
Zwei Fragen, zwei Antworten

Beim Protestkonzert unter dem Motto #wirsindmehr setzten Acts wie Die Toten Hosen, Casper und Marteria, K.I.Z. und Kraftklub ein klares Zeichen gegen Rechts. Mit 65.000 Fans feierten sie für mehr Toleranz und und gegen Rassismus

Nun hat sich eine Künstlerin zu Wort gemeldet, die es ebenfalls gewöhnt ist, vor so vielen Menschen zu spielen – die ansonsten aber eher selten politisch Stellung bezieht: Helene Fischer.

Was hat sie gesagt?

Vor ihrem Konzert in Berlin meldete sich die Schlager-Pop-Königin in einem Instagram-Post zu Wort. Dabei verwendete sie die Hashtags #wirsindmehr und #wirbrechendasschweigen und schrieb dazu:

„ "Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist - das sollte uns stolz machen."“
Helene Fischer via Instagram

Auch auf dem Konzert in der Mercedes Benz-Arena in Berlin richtete Helene Fischer nochmal das Wort an ihre Fans.

„Wir setzen auch ein Zeichen. Ich möchte jetzt und hier, dass keiner mehr sitzen bleibt. Erhebt euch. Erhebt gemeinsam mit mir die Stimme. Gegen Gewalt. Gegen Fremdenfeindlichkeit. Wir brechen das Schweigen, hier in Berlin.“
Helene Fischer auf ihrem Konzert in Berlin

Zuvor war das Schweigen deutscher Musikgrößen zu den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz immer wieder diskutiert worden. 

Darunter auch das Schweigen der derzeit erfolgreichsten deutschen Sängerin Helene Fischer (SPIEGEL ONLINE). Auch in der Vergangenheit hatte sich Helene Fischer, beispielsweise beim Echo-Skandal um Kollegah, politisch kaum geäußert. Damals hatte der Sänger der "Toten Hosen", Campino, seine Kollegin scharf kritisiert (SPIEGEL ONLINE).

Welche Reaktionen gab es auf das #wirsindmehr-Konzert?

Beim "Wir sind mehr"-Konzert in Chemnitz waren am Montag Bands wie "Kraftklub", "K.I.Z.", "Marteria" und "Feine Sahne Fischfilet" kostenlos aufgetreten. Vor allem der Auftritt letzterer hatte im Vorfeld für Streit gesorgt. Bürgerliche und rechte Politiker kritisierten die Punkband aus Mecklenburg-Vorpommern als linksextrem und verwiesen auf eine frühere Beobachtung durch den Verfassungsschutz

Anlass des Konzerts waren die tagelangen Ausschreitungen Rechtsextremer in Chemnitz. Dabei wurden mehrfach unbeteiligte Menschen angegriffen, rassistische Parolen geäußert und Hitlergrüße gezeigt. Auch die AfD hatte zu den Protesten in der Stadt aufgerufen und gemeinsam mit rechtsextremen Gruppen demonstriert.

Warum sich Helene Fischer erst nach dem "Wir sind mehr"-Konzert zum Protest gegen Rechtsextremismus äußerte und nicht selbst daran teilnahm, ist bislang nicht bekannt.



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