Bild: dpa/Screenshot; Montage: bento

Es ist Valentinstag. Ein 19-Jähriger stürmt mit einem halbautomatischen Gewehr eine Highschool in Florida. Er tötet 17 Menschen, viele weitere werden verletzt. Das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas Highschool ist eines der schlimmsten der vergangenen Monate in den USA. (SPIEGEL ONLINE)

Es ist Valentinstag. Der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch möchte zum Tag der Liebe auch ein bisschen Liebe verbreiten. Das Social-Media-Team teilt auf Twitter ein Foto, das eine von Patronen eingerahmte Pistole zeigt. Die Patronen bilden ein Herz.

Das Zynische: Der Tweet von Heckler & Koch wurde mehrere Stunden nach den ersten Medienberichten über das Schulmassaker gesendet.

Mehr als 15 Stunden bleibt der Tweet online, erst am Donnerstagnachmittag löscht ihn das Team von Heckler & Koch. Nutzer haben aber bereits Screenshots gemacht:

Den Tweet hat das Rüstungsunternehmen an seinen eigenen Nebenaccount @HKShooting und an die Waffenlobbyistin Jennifer Blake geschickt. Ein weiterer Twitter-Nutzer mischte sich ein und kritisierte, dass die Pistole ja gar nicht zu den Patronen passen – sie haben ein sehr viel größeres Kaliber.

Die Waffenlobbyistin Blake antwortete, das sei schon okay. Immerhin hätten die Patronen so schöne rote Spitzen gehabt – was sie "ästhetisch" sehr ansprechend fände:

Blake arbeitet für die NRA, den größten Waffenlobbyisten in den USA. Die Organisation setzt sich für lockere Waffengesetze ein, Kontrollen will sie nicht. 

Ihre "ästhetische" Antwort an Heckler & Koch hat Blake zu einem Zeitpunkt formuliert, nachdem in den USA mittlerweile sicher jeder TV-Sender Bilder aus Florida gezeigt hat.


Food

Tierschützer haben gruselige Videos in einem Schlachthof für McDonald's gedreht

Ein Schlachter tritt einem Rind auf die Schnauze, damit es aufhört zu zappeln. Tiere werden in enge Gassen gepfercht, jemand schlägt mit Stöcken auf sie ein. Rinder, die eigentlich betäubt sein sollten, treten nach dem Einstich in ihren Hals qualvoll um sich.

Diese Szenen gehören zu Videoaufnahmen die Tierschützer heimlich gemacht haben – und sie alle sollen in einem Schlachthof entstanden sein, der McDonald's mit Fleisch beliefert.

Es geht um den Schlachthof Hynek der Firma OSI in Tauberbischofsheim, Baden-Württemberg. Aktivisten von "Soko Tierschutz" haben ihn Ende Januar besucht. bento zeigt nun die Aufnahmen, die sie dort gemacht haben: