Was zur Hölle ist mit Harry los?!

Mehr als 6000 Teile, 26 Figuren, zweitgrößtes Set aller Zeiten – BOOM! Ein neues Lego-Set aus der Welt von "Harry Potter" legt einiges an Superlativen vor. 

Und wie könnte es auch nicht? Schließlich ist es Hogwarts, die großartigste Zauberschule der Welt (sorry, Beauxbatons). Und in der Welt von Harry Potter ist eben viel los. 

Da reicht kein Schnellbaukasten, den jede Vierjährige zusammenpuzzeln kann. Nein, dieses Bauwerk braucht wahre Nerds – äh Fans.

Doch bei aller Fanliebe, bleiben einige Fragen offen, die erst mal geklärt werden müssen, bevor die Potterheads in unserer Redaktion das Portemonnaie zücken und 400 Euro (!) für das Ding aus dem Fenster werfen.

Vorab kurz die Eckdaten zum Hogwarts-Set von Lego. 

Das neue Set ist nach dem "Millenium Falcon" aus dem "Star Wars"-Universum (bento) das zweitgrößte aller Zeiten.

  • Es besteht aus 6.020 Teilen,
  • ist zwar stolze 69 Zentimeter breit, aber so detailreich, dass die Figuren darin trotzdem sogenannte Mikrofiguren sind, also entsprechend winzig,
  • beinhaltet vier Minifiguren, 27 Mikrofiguren – Schüler, Professoren und Statuen – sowie fünf Dementoren,
  • besteht neben etlichen Klassenzimmern unter anderem aus der großen Halle, dem Gryffindor-Gemeinschaftsraum und dem Büro von Professor Dumbledore mit Wasserspeier-Eingang
  • und kostet 399,99 Euro und ist ab Mitte August im "VIP-Vorverkauf", ab dem 1. September dann in allen regulären Shops.

Hier ein paar Eindrücke:

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Aber zurück zu den Fragen!

1

Was zur Hölle ist mit Harry Potter los?

Alle Figuren sehen relativ normal im Lego-Stil aus: zylinderförmige Köpfe mit filigranem Gesichtsaufdruck. Harry hingegen sieht aus, wie mit einem leicht suppenden Stift angemalt. Hier seht ihr ihn im Vergleich zu Salazar Slytherin:

Die Antwort lautet: Weil Harry eine Mikrofigur ist. Lediglich die vier Gründerinnen und Gründer von Hogwarts – Godric Gryffindor, Helga Hufflepuff, Salazar Slytherin und Rowena Ravenclaw – sind Minifiguren, also eine Nummer größer und daher auch anders gestaltet.

2

Wo ist Hagrid?

Es gibt im Set zwar unzählige Figuren und neben Klassenzimmern, der Kammer des Schreckens, der Bibliothek und Umbridges Büro auch Hagrids Hütte. Doch in letzterer lebt im Lego-Set nur die Spinne Aragog – nicht Hagrid. Warum?

(Bild: LEGO Group)

Die Antwort darauf könnte sein, dass es die Figur Hagrid schon mal in dem Lego-Set "Hagrid's Hut" gab. Diese Edition ist allerdings nicht mehr erhältlich.

3

Und was ist mit Neville?

Er ist immerhin der größte Held von allen und gehört dank seines Einsatzes in der Schlacht von Hogwarts ja bitte mehr ins Set als Bellatrix Lestrange (die dabei ist). Was wäre mit Hogwarts ohne ihn passiert? Hmm??

(Bild: Giphy )

4

Warum bewegen sich die Treppen – aber die Bilder nicht?

Tz, tz, tz, Lego. Das geht besser. Okay Scherz, das mit den Treppen ist echt cool.

5

Wenn das Hogwarts-Modell schon Kellerräume hat – zum Beispiel die Kammer des Schreckens und das Schachzimmer – warum gibt es dann nicht die Küche mit den Hauselfen?

Das wäre so schön gewesen. Dobby... ❤️😭

(Bild: Giphy )

6

Wie viele f***ing Sticker muss man hier bitte aufkleben?

Wenn man genau hinsieht, bemerkt man schnell: Auf jedem Bild sind etliche Teilchen mit Stickern versehen, anstatt von vornherein bedruckt zu sein. So wie hier in Snapes Zaubertränke-Klassenzimmer:

(Bild: LEGO Group)

Unter der Pressemitteilung zum Schloss diskutieren die Nutzer bereits über den potenziellen Aufwand. Einer sieht schon eine Chance für eine Art Panini-Heft:

"Beeindruckend und super toll umgesetzt. Traurig machen mich die vielen, vielen Aufkleber. Ist da ein Aufkleberheft dabei? 😉"

Übrigens: Wenn du keinen Bock auf den Aufwand hast, kannst du das Ding auch einfach in der Verpackung lassen. Eventuell ist es irgendwann sehr viel wert. So wie diese Sets:


Gerechtigkeit

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Esra, 19, lebt in Bottrop und hat gerade Abitur gemacht.