Bild: Rightmove/Warner Bros.; Montage: bento

In dem Speisesaal Partys feiern, wo einst die Hexen und Zauberer aus Hogwarts saßen? Oder gleich unterm Büro von Albus Dumbledore ein paar Bahnen im Pool ziehen? Das ist jetzt möglich, wenn du das nötige Kleingeld mitbringst.

Eine britische Immobilienfirma vermietet jetzt Wohnungen im "Royal Connaught Park"-Anwesen – einem der Orte, die in den "Harry Potter"-Filme Hogwarts waren.

Das Gelände war früher die Royal Masonic School for Boys, eine Privatschule. Es liegt in Hertfordshire, nordwestlich von London. Nach dem Aus für die Schule blieb es lange ungenutzt, nun wurde es aufwendig renoviert und in eine Wohnanlage verwandelt.

In den alten Schulmauern wurden Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen eingezogen, schreibt die Seite "rightmove" in ihrer Immobilienanzeige. Außerdem gibt es einen Pool, Tennisplätze, einen Sportraum und einen Concierge. Und eben diese eine ganz besondere Halle, die man nun für Feiern und Hochzeiten mieten kann: Hogwarts' Speisesaal.

(Bild: Warner Bros.)

Der Saal des "Royal Connaught Park" wurde in den ersten drei "Harry Potter"-Filmen als Kulisse für die große Halle verwendet. Außerdem wurde der zentrale Turm des Geländes im fünften Film in Dumbledores Büro verwandelt.

Allerdings sind die Wohnungen im echten Hogwarts nicht ganz billig – "Harry Potter"-Fans müssten wohl erst Gringotts überfallen.

Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit Balkon kostet umgerechnet 2500 Euro im Monat, die Vier-Zimmer-Wohnung kostet etwa 3300 Euro im Monat. Die Makler wissen um das nicht ganz billige Angebot – in ihrer Anzeige richten sie sich entsprechend direkt an "Harry-Potter-Fans mit genug Knuts, Sickeln und Galleonen".


Sport

Deutsche Schiedsrichterin wird im iranischen TV zensiert – weil sie kurze Hosen trägt
Junge Iranerinnen und Iraner sind eher wenig begeistert.

Bibiana Steinhaus ist die erste deutsche Schiedsrichterin, die auch in der 1. Bundesliga pfeifen darf. Mehr Gleichberechtigung auch im Fußball – ja, das geht, wenn auch sehr langsam.  

In Iran allerdings kann man sich mit dem Bild einer Schiedsrichterin auf dem Spielfeld nicht anfreunden. Das Land ist fußballverrückt – und überträgt viele Spiele der deutschen Bundesliga. 

Doch nun wurde das Spiel FC Bayern gegen FC Augsburg kurzfristig gecancelt – wegen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. 

Wieso die Zensur?

Im Iran gilt ein Verhüllungsgebot für Frauen. Die religiösen Hardliner im Land berufen sich auf den Islam und wollen Frauen das Kopftuch vorschreiben – obwohl im Koran gar keine expliziten Kleidervorschriften erwähnt werden. Viele Iranerinnen tragen ihre Kopftücher nur sehr locker, die wenigsten verhüllen ihr Gesicht.

Dennoch: Wenn eine Frau beim Spiel ohne Kopftuch und noch dazu in kurzen Hosen zu sehen ist, geht das zu weit, sagen einige Kleriker. Also sollen die Zuschauer sie auch nicht zu sehen bekommen. Da Bibiana Steinhaus die Schiedsrichterin der Partie war, wurde sie kurzerhand abgesagt.

So berichtet es die Journalistin Natalie Amiri: