Bild: H.B.Lindsley/library of congress/dpa

George Washington, Abraham Lincoln, Benjamin Franklin – auf fast allen Dollar-Scheinen prangen die Portraits weißer Männer. Bisher haben es erst zwei Frauen auf die Banknoten geschafft: Martha Washington, Ehefrau des ersten US-Präsidenten George Washington, und die legendäre Ureinwohnerin Pocahontas.

Jetzt soll zum ersten Mal eine schwarze Frau auf einen Dollar-Schein gedruckt werden, und zwar auf die Vorderseite der 20-Dollar-Note. Das teilte der US-Finanzminister Jacob Lew mit. Die Auserwählte ist Harriet Tubman (1822-1913), Afroamerikanerin und Fluchthelferin der Hilfsorganisation "Underground Railroad".

Nachdem Tubman 1849 selbst aus der Sklaverei geflohen war, verhalf sie zahlreichen anderen Sklaven zur Flucht aus den Südstaaten. Sie arbeitete im amerikanischen Bürgerkrieg als Krankenschwester für die Truppen der Nordstaaten und übernahm Spionageaufträge im Süden. Später engagierte sie sich für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung und das Frauenwahlrecht.

Finanzminister Lew begründete die Entscheidung folgendermaßen:

The decision to put Harriet Tubman on the new $20 was driven by thousands of responses we received from Americans young and old. I have been particularly struck by the many comments and reactions from children for whom Harriet Tubman is not just a historical figure, but a role model for leadership and participation in our democracy.

Das Finanzministerium hatte die Bevölkerung befragt, welche Frau auf die Banknoten gedruckt werden soll; ursprünglich ging es dabei um den Zehn-Dollar-Schein. Mehr als eine Million Menschen antworteten, mehrere hundert Namen wurden vorgeschlagen, darunter die frühere First Lady Eleanor Roosevelt oder die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks.

Momentan zeigt der 20-Dollar-Schein noch den früheren US-Präsidenten Andrew Jackson, der übrigens selbst Sklaven gehalten hatte; er wird auch weiterhin auf der Rückseite zu sehen sein. Wann die neuen 20-Dollar-Scheine in Umlauf gebracht werden, steht noch nicht fest, laut Finanzministerium sollen die Pläne aber "so schnell wie möglich" umgesetzt werden.

Neben der 20-Dollar-Note sollen weitere Scheine verändert werden.

Finanzminister Jack Lew kündigte an, die Rückseite der Zehn-Dollar-Note werde künftig die Frauen-Wahlrechtsbewegung und ihre Heldinnen ehren. Auf der Rückseite des Fünf-Dollar-Scheins soll bald Martin Luther King zu sehen sein, zusammen mit der schwarzen Opernsängerin (und Bürgerrechtlerin) Marian Anderson und der First Lady Eleanor Roosevelt, die sich ebenfalls für Rassen-Gleichberechtigung einsetzte.

Die neuen Banknoten setzen sich also mit der Vergangenheit Amerikas auseinander, sie weisen auf Sklaverei und Ungleichheit der Geschlechter hin. Eigentlich ein guter Gedanke. Doch es gibt auch Kritik, insbesondere an dem neuen Zwanziger: Er könnte den Eindruck vermitteln, dass es inzwischen eine echte Gleichberechtigung der Rassen gebe, das sei aber noch nicht der Fall; auch die Geschichte der Sklaverei sei noch nicht richtig aufgearbeitet worden (mehr dazu bei "Süddeutsche Zeitung"). Außerdem sei ein Geldschein nicht der richtige Weg, ein Zeichen zu setzen (mehr dazu bei "Pittsburgh Post-Gazette").


Quellen:


Haha

Das ist die Geschichte hinter den viralen Arschritzen-Selfies

Es gibt sie doch, die Parallelwelten, von denen manche Menschen nichts mitbekommen: Auf speziellen Turnieren duellieren sich Menschen in Fantasy-Kartenspielen, bekämpfen sich mit Hexereien und Zaubereien. So auch bei einem Turnier des Kartenspiels "Magic: The Gathering" in Richmond, USA. Magic gehört zu den populärsten Sammelkartenspielen weltweit.

Aber wie fühlt sich so ein Turnier an? Wie sehen die Menschen aus, die dort mitspielen?

Zum Beispiel so