Bild: Kay Nietfeld/dpa

Es ist noch nicht einmal einen Tag her, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer dem Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen sein Vertrauen ausgesprochen hat, da kommen neue Vorwürfe auf. Hat Maaßen geheime Informationen aus dem noch unveröffentlichten Verfassungsschutzbericht an die AfD weitergegeben? 

Was ist geschehen? 

Nach Recherchen des ARD-Magazins "Kontraste" soll Maaßen der AfD im Juni, bereits fünf Wochen vor Veröffentlichung, Zahlen aus dem Verfassungsschutzbericht 2017 zur Verfügung gestellt haben. Das bestätigte der AfD-Politiker Stephan Brandner gegenüber dem Magazin. Brandner ist außerdem Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestags.

Maaßen habe, so Brandner, ihm bei einem persönlichen Treffen am 13. Juni Zahlen aus dem Bericht genannt, etwa die der islamistischen Gefährder in Deutschland, außerdem soll es um den Haushalt des Verfassungsschutzes gegangen sein. Das Gespräch habe eine Stunde gedauert.

Vom Bundesamt für Verfassungsschutz liegt bislang keine Stellungnahme vor, gegenüber "Kontraste" hieß es dort lediglich, dass die Treffen von Maaßen mit Politikern auf "ausdrücklichen Wunsch" des Bundesinnenministeriums stattfänden. 

Wie sind die Reaktionen auf den Bericht?

Die Treffen des Verfassungsschutz-Präsidenten mit Politikern aus der AfD sorgten bereits für Kritik (bento). Es heißt, Maaßen gebe der Partei indirekte Politikberatung. Nun soll er dabei auch noch unveröffentlichte Informationen weitergegeben haben. Der FDP-Innenpolitiker Benjamin Strasser forderte laut "Kontraste" Innenminister Seehofer angesichts dessen zum Handeln auf.

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz twitterte, Seehofer werde es noch "schwer bereuen", am Mittwoch keinen klaren Schlussstrich gesetzt zu haben.


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6 Gründe, warum Erdnüsse wahre Superhelden sind

Nicht alle Helden tragen ein Cape – manche verstecken sich hinter einer harten Schale und wirken auf den ersten Blick vielleicht sogar ein wenig unscheinbar. Schaut man jedoch genauer hin, werden schnell der zarte Kern und wahre Superkräfte deutlich. Wir verraten dir, warum ausgerechnet die Erdnuss in diese Kategorie fällt. 

1

Erdnüsse haben einen eigenen Feiertag

Schon mal vom Batman-Tag gehört? Wir auch nicht – die Erdnuss kann darüber aber nur lachen. Schließlich wird jedes Jahr am 13. September der "Tag der Erdnuss" zelebriert. Ins Leben gerufen wurde er in den USA. Kein Wunder, die Amis vergöttern die Erdnuss: Am 24. Januar feiern sie den "Tag der Erdnussbutter", am 2. April den "Tag des Erdnussbutter-und-Marmelade-Sandwichs" und am 1. März mit dem "Tag der Erdnussbutter-Liebhaber" sogar sich selbst. Warum? Das weiß kein Mensch – doch brauchen echte Helden einen Grund, um gefeiert zu werden? 

2

Erdnüsse können fliegen

Superman trotzt den Naturgesetzen und fliegt um die ganze Welt – ganz so weit schaffen es Erdnüsse nicht, doch auch sie können durch die Lüfte segeln. Am 20. Februar 2008 war es soweit: Eine Erdnuss flog zum ersten Mal über eine Strecke von stolzen 37,92 Metern. Dafür war zwar die Hilfe eines Briten nötig, der sie für einen Rekordversuch warf – doch welch andere Knabberei steht schon ganz offiziell im Guinnessbuch der Rekorde? 

3

Erdnüsse reisen zum Mond

"Nimm diese Erdnuss für mich mit. Ich möchte Besitzer der ersten Astro-Nuss sein." Einen Tag, bevor ein Kommandant der Apollo-14-Mission zum Mond flog, erfüllte er einem Restaurantbesitzer seinen Wunsch und steckte die Peanut ein. So kam es, dass der Astronaut 1971 eine kleine, süße Erdnuss in seinem Raumanzug ins Weltall schmuggelte. Gegessen hat er sie nicht – er brachte sie nach seiner Mission wieder zurück auf die Erde, wo sie auf ihren alten Besitzer traf. 

4

Erdnüsse helfen der Umwelt

Klingt komisch, ist aber so: Nussschalen können vielseitig wiederverwendet werden, zum Beispiel als Dünger, wenn man sie auf den Kompost wirft oder als Drainage in Blumentöpfen. Außerdem haben Biotechnologen entdeckt, dass die Mikroorganismen, die auf der Schale wohnen, toxische Bestandteile unserer Atmosphäre in ungiftige umwandeln. Forscher bastelten sogar schon Biofilter, die unsere Luft reinigen können. Auch Experimente, wie man Erdnussschalen als erneuerbare Energiequelle zur Stromerzeugung nutzen kann, laufen bereits. 

5

Erdnüsse können Tiere retten

Schwarzfußiltisse – eine Marderart – gelten in den USA nahezu als ausgestorben. Grund ist eine Seuche, die nicht nur sie, sondern auch ihr Hauptnahrungsmittel, Präriehunde, bedroht. Und ohne Präriehunde keine Schwarzfußiltisse. Weil die kleinen Nager sich in ihre schwer erreichbaren Erdhöhlen verkriechen, können sie aber nicht gegen die Krankheit geimpft werden. Die Lösung: Köder des Impfstoffes mit Erdnussbuttergeschmack! Forscher fanden heraus, dass die Präriehunde diese am liebsten fressen und dafür auch schon mal ihre Höhlen verlassen. Tierschützer sind zuversichtlich, dass so die Seuche in den Präriehund-Kolonien ausgerottet werden kann und die Schwarzfußiltisse nicht aussterben müssen. 

6

Erdnüsse sind Meister der Tarnung

Geschickt: Wir glauben von klein auf, dass die Erdnuss zu der Familie der Nüsse gehört – klar, steckt ja auch im Namen. Doch die Erdnuss kann sich besser tarnen als Clark Kent alias Superman mit seiner Brille. Denn in Wahrheit ist die "Peanut" eine "Erbsennuss", gehört also wie Erbsen und Bohnen zur Familie der Hülsenfrüchte. Ungeröstete Erdnüsse schmecken tatsächlich auch ganz ähnlich wie Erbsen- oder Bohnensamen.