Bild: dpa / Know your Meme
Eine Stadt im Ausnahmezustand

Erst kein Regen – und dann kam auch noch Sonne dazu.

In Hamburg herrscht seit Mitte April unfassbar gutes Wetter. Sonne, Sonne, Sonne. Die ganze Zeit! 

Das verwirrt nicht nur Meteorologen, sondern vor allem die Hamburgerinnen und Hamburger selbst. Regenjacke kennt man, aber was ist dieses Sommerkleid, von dem alle sprechen?

Wie es sich anfühlt, als Hamburgerin monatelang nur Sonnenschein zu erleben.

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Das Wichtigste zuerst: Beweise! 

Hamburger und Hamburg-Touristen posten seit Monaten täglich Screenshots aus ihren Wetter-Apps. Der jahrelange Diss aus dem Süden kriegt nun endlich seine Antwort und sie lautet: "Das Wetter ist nicht so schlimm, wie immer behauptet wird – GUCKT GEFÄLLIGST!"

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Man entdeckt plötzlich ganz neue Seiten der Umgebung.

Halt, stop: Man kann an der Elbe campen? Also im Trockenen? Und mit Sonnenuntergang und so?

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Auch in der direkten Nähe finden sich plötzlich kleine Oasen, die vorher keine Aufmerksamkeit bekommen haben.

"Mit viel Fantasie könnte es eine Wiese sein, ist aber nur der schattige Balkonplatz", heißt es in diesem Instagram-Post:

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Apropos Balkon: Was man seit zehn Jahren für eine schleimig-schöne Aquakultur hielt, zeigt sich plötzlich von einer ganz neuen Seite:

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Die Erkenntnis: Dieses ganze Wasser überall ist also mehr als ein Regenauffangbecken!

(Bild: dpa)

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Die wohl wichtigste Entwicklung ist aber: Man bleibt an sonnigen Tagen auch einfach mal zu Hause!

Normalerweise sehen die Hamburger Parks, Strände und Freibäder an Sonnentagen immer so aus – denn man weiß ja nie, ob es vielleicht der letzte schöne Tag ever ist:

(Bild: dpa)

Dieses Jahr sind alle so sonnengesättigt, dass es an manchen Tagen schon beinahe entspannt am Elbstrand ist. Sehr nice. Findet auch Alex, 70:

(Bild: dpa)

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Wer doch raus will, dem fällt spätestens jetzt ein, dass die Ostsee mega nah dran ist. Geil, los geht's!

Und alle so: Well, fuck.

(Bild: dpa)

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Aber das wahre Problem: Jahrelang haben wir unseren größten Skill trainiert – und jetzt ist sie völlig obsolet!

R.I.P. Dauermeckern.

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Zum Glück gibt es findige Hamburger, die ihre Nörgel-Fähigkeiten trotzdem noch zum Einsatz bringen:

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Im Zweifelsfall ist halt einfach selbst dieser krasse Sommer für die Hansestadt nicht gut genug:

Aber im Ernst: Es ist einfach nur wunderschön hier, kommt alle vorbei! ❤️☀️


Gerechtigkeit

Warum der Rücktritt von Özil eine Schande für den DFB ist

Mesut Özils Rücktritt ist eine Schande für den DFB. Da ist der Falsche gegangen. Der DFB-Präsident Reinhard Grindel hätte zurücktreten müssen. 

Grindel ist für seinen Job eine Fehlbesetzung.

Jemand, der die deutsche Nationalmannschaft im Jahr 2018 repräsentiert, muss eines verstehen: Es gibt Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln, Meinungen und Lebensentwürfen. Sie alle vertreten Deutschland.

Aber Grindel war noch nie Verfechter von "Multi-Kulti". Als CDU-Politiker hat er schon gefordert, junge Deutsche müssten sich für eine Nationalität entscheiden. Da hat er grundsätzlich was nicht verstanden.

Özil wollte nicht länger als Sündenbock für Grindels Inkompetenz herhalten, schrieb er. Recht hat er.