Bild: dpa/Axel Heimken

Voraussichtlich noch im Januar 2018 muss ein umstrittener "Thor Steinar"-Laden im Hamburger Stadtteil Barmbek schließen. Das gaben die Linke-Fraktion von Hamburg Nord und das Barmbeker "Bündnis gegen Rechts" bekannt. Demnach muss der Klamottenladen "Nordic Company" bis zum 31. Januar schließen. Weigert sich der Eigentümer, kann laut der der Linken eine Zwangsräumung durchgesetzt werden.

Der Laden "Nordic Company" wurde Anfang 2017 eröffnet und gehört zur Marke "Thor Steinar". Das Label ist bei Rechtsextremen und bei Neonazis sehr beliebt, die Klamotten gelten als Erkennungszeichen.

In Barmbek gab es seit der Eröffnung deshalb immer wieder Proteste gegen das Geschäft.

Nun hat ein Beschluss des Amtsgerichts Barmbek die Schließung ermöglicht. Die Mieter des Hauses, im dem sich der Laden befindet, hatten gegen die rechte Nachbarschaft geklagt. Der Vermieter war bereits im August aufgefordert worden, das Mietverhältnis mit "Thor Steinar" zu beenden. Nach einem Einspruch des Vermieters hatte das Amtsgericht nun doch bestätigt: Der Laden muss raus.

Rachid Messaoui von der Barmbeker "Initiative gegen Rechts" sagte nach dem Urteil, es sei schön zu sehen, "wie der Stadtteil zusammengerückt ist und den Anfeindungen von Rechts mit gelebter Solidarität sowie einem klaren Bekenntnis für ein buntes Barmbek entgegengetreten ist." 

Rechte brauchen übrigens kein "Thor Steinar", um sich einzudecken:


Gerechtigkeit

Der nächste Austritt: USA kündigen Uno-Flüchtlingsabkommen

Unter US-Präsident Donald Trump gehen die USA mehr und mehr einen Sonderweg. Sein Slogan "America First" bedeutet: Weniger Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Das Land ist aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten (bento) und hat außerdem angekündigt, die Uno-Kulturorganisation Unesco zu verlassen. (bento)

Nun steht ein weiterer Rückzug bevor: Die USA arbeiten nicht mehr an der Uno-Flüchtlingsvereinbarung mit.

Die Vereinten Nationen entwickeln einen globalen Flüchtlings- und Migrationspakt. Er soll helfen, Flüchtlingen weltweit besseren Schutz zu ermöglichen und Länder unterstützen, die viele Flüchtlinge aufnehmen. Die USA haben der Uno nun mitgeteilt, nicht länger an der Erarbeitung dieses Paktes teilzunehmen.