Bild: Christian Charisius/ dpa

Sonst sind Plätze oft nach großen Dichtern, Politikern oder Promis benannt. Aber in Hamburg ist jetzt ein Straßenfeger zum Namensgeber für einen Platz mitten in der Innenstadt geworden. Eine herzzerreißende Geste.

Denn Yüksel Mus arbeitete 18 Jahre bei der Hamburger Stadtreinigung. Im Mai war er im Alter von 50 Jahren gestorben. "Er war einer, der sich in besonderer Art und Weise um die Sauberkeit der Innenstadt bemüht hat", sagte Reinhard Fiedler von der Stadtreinigung bei der Einweihung, "ein Ausnahmemitarbeiter". (NDR/ Hamburger Abendblatt)

Der Platz liegt direkt an der Binnenalster – eines von Hamburgs beliebtesten Touristenzielen. Zur Eröffnung erklangen die Hörner der Alsterdampfer. Auch eine Gedenktafel wurde aufgestellt. Mit dieser Aufschrift: 

Mit beispiellosem Einsatz und unermüdlicher Tatkraft sorgte Yüksel Mus mit Besen, Schaufel und Kehrmaschine für Sauberkeit in seinem Lieblingsrevier.

Schade allerdings: Im offiziellen Straßenverzeichnis wird die Bezeichnung leider nicht auftauchen. Vielleicht sollte sich die Stadt das noch einmal überlegen. 

(Bild: Christian Charisius/ dpa)
Wer hatte die Idee?

Ein ehemaliger Kollege von Mus. Michael Utesch sagte: "Er war ein Mensch, der von einer Familienfeier nachts herkam, weil hier seine Hilfe gebraucht wurde. Er stieg im Smoking auf die große Kehrmaschine, um seine Stadt zu fegen."

Die Tochter des Verstorbenen bedankte sich für die große Geste: "Ich finde es wunderbar. Die Stadtreinigung ist wie eine Familie."


Gerechtigkeit

Endlich: Frauen in Saudi-Arabien dürfen zukünftig Autofahren
Was ist passiert?

Was für andere Frauen aus dem Rest der Welt völlig selbstverständlich ist, war für Frauen aus Saudi-Arabien unvorstellbar: selbst Auto zu fahren. Doch jetzt hat der König ein Dekret erlassen und den Frauen des Landes das Autofahren erlaubt. So berichtet es die staatliche Nachrichtenagentur. (SPIEGEL ONLINE)

Bis Juni 2018 soll die Regelung umgesetzt werden.