Bild: Jan Woitas/dpa
Das ist Deutschland.

In Deutschland stellt man sich bitteschön ans Ende der Schlange, betritt als Fußgänger gefälligst keinen Fahrradweg und bleibt an der roten Ampel stehen, selbst nachts und ohne Verkehr. Wer sich an solche Regeln nicht hält, der muss mit Sanktionen rechnen. So ging es nun auch einem Hamburger. 

Der Mann musste eine Strafe zahlen, weil er mit seinem Fahrrad am Bahngleis wartete – eine Minute zu früh. 

Hä, was ist passiert?

"Spielregeln haben einen Sinn, Leute. Sie helfen uns, den Spaß unter Kontrolle zu halten." Das wusste schon Monica aus Friends. Und jeder weiß, dass Monica der beliebteste Charakter aus Friends ist...nicht. 

Auch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV), der die U- und S-Bahnen in Hamburg betreibt, hat Regeln. Aber wie genau er diese Regeln nimmt, überrascht dann doch etwas.

Michael Brems wollte sein Fahrrad mit in die S-Bahn nehmen. Das ist in Hamburg zu bestimmten Uhrzeiten verboten: Von 6 bis 9 Uhr morgens und von 16 bis 18 Uhr abends (HVV). Also zu den Zeiten, wo besonders viele Menschen die Bahn nutzen, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Das hat ja auch seinen Sinn: Ein Fahrrad nimmt viel Platz weg. Und jeder, der zu Stoßzeiten schon mal nicht mehr in die Bahn gepasst hat und deshalb zu spät kam, weiß, wie wichtig jeder Zentimeter sein kann. 

Von dem Verbot weiß auch Brems, darum wollte er sein Fahrrad auch erst in die Bahn mitnehmen, die um 9.01 Uhr abfuhr. Allerdings musste er dafür den Bahnsteig betreten, der auch schon zum fahrkartenpflichtigen Bereich gehört. Das tat er um 8.59 Uhr – also noch in der Fahrrad-Sperrzeit. 

Prompt kamen zwei Kontrolleure zu ihm, wie er dem Hamburger Abendblatt berichtet, und forderten ein Bußgeld von 20 Euro von ihm. Die Begründung: Das Ziffernblatt der Bahnsteig-Uhr zeige noch nicht Punkt neun.

(Bild: Giphy )

Stimmt natürlich. Aber... aber...! 😤 

60 Sekunden!

Auch Brems kann diese Übergenauigkeit nicht nachvollziehen und kontaktiert die Fahrgeldstelle der Deutschen Bahn, die für die Hamburger S-Bahnen zuständig ist, und fragt: "Wie soll ich denn die S-Bahn um 9 Uhr nutzen können, wenn mir nicht mal ein Puffer von wenigen Minuten zugestanden wird, in dem ich auf sie warte?" (Hamburger Abendblatt) Doch die Bahn pocht auf ihr Recht.

Auch Nachfragen vom Hamburger Abendblatt beim HVV und der Hamburger Hochbahn ergeben das gleiche: keine Kulanz. Das Bußgeld ist berechtigt.  

Und Michael Brems? Der zahlt das Bußgeld und sagt, er riskiert dann halt in Zukunft seinen Hals, wenn er mit seinem Fahrrad die Treppe um Punkt 9 Uhr herunterstürzt, um die Bahn um 9.01 Uhr zu kriegen.

Hauptsache, es hat alles, aber auch wirklich alles seine Richtigkeit!

(Bild: Giphy )

Grün

In Indonesien wurde ein toter Wal mit sechs Kilo Plastik im Magen entdeckt

Schätzungsweise 140 Millionen Tonnen Plastikmüll treiben in den Ozeanen und stellen eine Gefahr für Tiere dar. Wie groß diese Gefahr ist, sieht man immer wieder an traurigen Fällen, wie aktuell in Indonesien.

Was ist passiert?

An der Küste Indonesiens fanden Fischer einen toten Wal, der mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült wurde. Der Müll im Magen des Wals soll unter anderem aus "Plastikflaschen, Plastikseilen, Holz und einem Paar Gummisandalen" bestanden haben, sagte der Leiter des Nationalparks Wakatobi, Laode Ahyar

"WWF Indonesia" teilte auf Twitter Fotos des Wals: