Bild: dpa/Markus Scholz
Der Mann war den Behörden als Islamist bekannt
Was ist passiert?

Ein junger Mann hat am Freitag im Hamburger Stadtteil Barmbek mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Ein 50-Jähriger wurde getötet, sieben weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. (FAZ)

Um kurz nach 15 Uhr stach der Angreifer in einem Supermarkt an der Fuhlsbüttler Straße, einer belebten Einkaufsstraße, auf einen Kunden ein. Auf seiner anschließenden Flucht attackierte er weitere Menschen, offenbar wahllos. (SPIEGEL ONLINE

Mehrere Passanten rannten hinter dem Angreifer her, bewarfen ihn mit Stühlen, Steinen und Stangen, und konnten ihn so schließlich stoppen – das belegen Videobilder und Zeugenaussagen. Der Täter wurde festgenommen. (SPIEGEL ONLINE)

Was wissen wir über den Angreifer?
  • Nach Informationen des SPIEGEL handelt es sich bei dem Angreifer um den 26-jährigen Ahmad A.. Er stammt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und kam nach Behördenangaben im März 2015 als Flüchtling nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. (SPIEGEL ONLINE)
  • Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sagte am Freitagabend, es handele es sich bei dem Täter "offensichtlich um einen Ausländer, der ausreisepflichtig war". Er habe aber nicht abgeschoben werden können, weil Ausweispapiere fehlten. (SPIEGEL ONLINE)
  • Hamburgs Innensenator Andy Grote teilte am Samstag mit, der mutmaßliche Angreifer sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen. Er sei vor der Tat als Islamist eingeschätzt worden. Eine "unmittelbare Gefährlichkeit" habe man aber nicht gesehen. (FAZ)
  • Nach bisherigen Erkenntnisse handelte Ahmad A. allein. Er sei nicht in die örtliche islamistische Szene eingebunden gewesen, sagte Verfassungsschutz-Chef Torsten Voß. Es gebe auch keine Hinweise auf ein Netzwerk. (SPIEGEL ONLINE)
Was ist unklar?
  • Ob A. tatsächlich aus ideologischen Motiven gehandelt hat, ist nicht bekannt. Mehrere Zeugen berichteten, dass er bei dem Angriff "Allahu Akbar" gerufen habe. Bestätigt wurde das bislang nicht.
  • Aus Sicherheitskreisen heißt es auch, A. habe unter psychischen Problemen gelitten und regelmäßig Drogen genommen. (SPIEGEL ONLINE)
  • Innensenator Grote sagte am Samstag, die Polizei gehe von einer Gemengelage an Motiven aus und wisse noch nicht, was letztlich den Ausschlag für den Messerangriff gegeben habe. (FAZ)
  • Die Polizei durchsuchte noch am Freitagabend eine Flüchtlingsunterkunft in Hamburg, in der A. zuletzt untergebracht war. Ob dabei etwas gefunden wurde, gab sie bislang nicht bekannt. 
  • Es wurde eine Sonderkommission mit Beamten von Mordkommission und Staatsschutz eingerichtet. Es wird in alle Richtungen ermittelt. (SPIEGEL ONLINE)

Food

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