Bild: Christophe Gateau/dpa
Wie es jetzt weitergeht – erklärt in vier Punkten

Im Hambacher Forst geht die Räumung weiter, die nach dem Tod eines Journalisten ausgesetzt worden war. 

Im Laufe des Wochenendes hatten die Aktivistinnen und Aktivisten laut Innenministerium in Nordrhein-Westfalen neue Barrikaden errichtet. Am Montag blockierten sie außerdem eine Kohlebahn im Tagebau Hambach und unterbrachen damit die Kohle-Zufuhr in zwei nahegelegene Kraftwerke. (Merkur)

Wie geht es jetzt im Hambacher Forst weiter?

  • Acht Aktivisten hätten sich in beiden Richtungen unterhalb der Gleise im Braunkohlerevier verkettet, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns RWE. 
  • Ein Lokführer habe Handzeichen bemerkt und rechtzeitig bremsen können. Die Polizei bestätigte Blockaden an insgesamt drei Stellen.
  • Die Räumung wird konsequent weiter durchgezogen: "Wir haben immer gesagt, es ist ein vorübergehender Stopp. Die Häuser sind ja nach wie vor gefährlich", sagte ein Sprecher des Innenminsiteriums. Nach dem Unfalltod eines 27 Jahre alten Journalisten hatte die Landesregierung die Räumung der Baumhäuser am vergangenen Mittwoch vorerst ausgesetzt.
  • Greenpeace hat indes die geplante Rodung des Hambacher Forsts als unzulässig bezeichnet. Laut Hauptbetriebs- und Braunkohleplan sei die Rodung erlaubt, wenn dies für den Betrieb des Braunkohletagebaus "erforderlich" beziehungsweise "unerlässlich" sei, teilte Greepeace mit. RWE selbst habe eingeräumt, dass eine "betriebliche Notwendigkeit" dazu erst ab dem 15. Dezember bestehe. (Welt)

Worum geht es beim Hambacher Forst eigentlich?

Der Energiekonzern RWE fördert im Rheinischen Braunkohle-Revier westlich von Köln seit Jahrzehnten Braunkohle. Der Tagebau Hambach umfasst mittlerweile 85 Quadratkilometer – und ist damit einer der größten der Region. Für den Abbau der Braunkohle wurden schon früher Dörfer abgerissen und Bäume gefällt. Auch im Hambacher Forst. In dem etwa 41 Quadratkilometer großen Wald sollen mehr als 90 Prozent der Fläche gerodet worden sein. (bento)

Weil RWE die Abholzung ab Oktober fortsetzen will, haben sich Umwelt-Aktivisten in Baumhäusern verschanzt, um den Wald zu schützen. Die Polizei will den Wald räumen, um RWE die Abholzung zu ermöglichen.

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Mit Material von dpa


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