Bild: dpa / David Young
Zwei Fragen, zwei Antworten

Die Partystimmung unter den Umweltaktivistinnen und -aktivisten im Hambacher Forst dürfte noch weiter ansteigen: Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul hat nämlich angekündigt, dass die Polizei am Montagmorgen aus dem Wald abziehen werde. 

"Ich finde, es ist jetzt an der Zeit, dass im Wald Ruhe, Ordnung und Frieden einkehren", sagte der CDU-Politiker. 

Der Energiekonzern RWE möchte den Wald abholzen, um darunterliegende Braunkohle zu fördern. Dagegen hatten Aktivistinnen und Aktivisten in den vergangenen Monaten vehement protestiert. 

Warum zieht die Polizei jetzt ab?

Am Freitag entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass der Hambacher Forst vorerst nicht gerodet werden darf. Damit entsprach das Gericht einem Eilantrag des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND), nach dem neu geprüft werden muss, ob der Hambacher Forst überhaupt gerodet werden darf. (bento)

Das Gerichtsurteil wurde von Gegnerinnen und Gegnern der Abholzung begeistert aufgenommen. Am Samstag beteiligten sich etwa 50.000 Menschen an einer großen Demonstration vor Ort und feierten gemeinsam den Rodungsstopp. 

Großdemo am Hambacher Forst: 50.000 feierten den Rodungsstopp

"Ich bin ausgeflippt vor Freude": 50.000 feierten den Rodungsstopp am Hambacher Forst. Wir haben mit Leuten auf der Großdemo gesprochen.

Posted by bento on Saturday, October 6, 2018

Wie geht es weiter im Hambacher Forst?

Wann und ob RWE den Wald abholzen darf, ist derzeit völlig unklar. "Mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ist die Rodung des Hambacher Forstes mindestens für die kommenden zwei Jahre vom Tisch", sagte Innenminister Reul. 

Gleichzeitig forderte er Umweltschützerinnen und Umweltschützer auf, keine neuen Barrikaden oder Baumhäuser zu bauen. "Wenn das passiert, wird dieser Wald nie zur Ruhe kommen", so Reul. 

Bereits am Sonntag sollen allerdings einige Aktivistinnen und Aktivisten damit begonnen haben, neue Baumhäuser und Barrikaden zu bauen. (Tagesschau.de)

Mit Material von dpa


Today

Wuff, wuff! In London demonstrieren Hunderte Hunde gegen den Brexit
Vier Fragen, vier Antworten

Stellt euch mal vor: Aufgebrachte Hunde treffen sich zu einer eilig einberufenen Hunde-Konferenz, dann bellen sie eine Runde, bis sie sich auf einen Plan geeinigt haben, dann geht es los, in die große Stadt, Hunderte Bellos gegen den Brexit...

Ungefähr so ist das gerade in London passiert.

Gegen den Brexit gab es dort bereits einige Demos, unermüdlich gingen in den vergangenen Monaten Zehntausende auf die Straßen, um sich für einen Verbleib des Landes in der Europäischen Union stark zu machen.