Und wird dafür kritisiert

Die amerikanische Marke ban.do verkauft goldene und silberne Halsketten, an denen psychische Krankheiten in Schriftzügen baumeln. Im Netz wird sie dafür heftig kritisiert.

Jen Gotch, Gründerin von ban.do, will mit dem Schmuck das Bewusstsein für psychische Erkrankungen wecken und Vorurteile abbauen. Die Amerikanerin leidet selbst an einer bipolaren Störung.

Auf ihrem Instagram-Account postet sie ein Foto von sich mit einer der Ketten. Sie schreibt, dass die Kette es für sie leichter gemacht hat, ihren Symptomen einen Namen geben zu können. Sie sei immer auf der Suche nach anderen Menschen, die unter ähnlichen Krankheiten leiden, um sich mit ihnen auszutauschen. 

Bipolar, Depressionen, Angststörung

Die Ketten sollen ein Funke sein, der ein Gespräch über psychische Erkrankungen entfacht. Alle Erlöse gehen zudem an die Wohltätigkeitsorganisation "Bring Change to Mind", die sich dafür einsetzt das Bewusstsein für psychische Krankheiten zu erhöhen.

Obwohl es wahrscheinlich gut gemeint war, erntet ban.do im Netz heftige Kritik.

Eine Twitter-Nutzerin schreibt "Huch!" unter ein Foto der Halsketten und bekommt 20.000 Likes.

Diese Halsketten sind nicht süß oder ästhetisch. Jeder, der das denkt, kennt niemanden, der an einer psychischen Krankheit leidet.
@ellawilsonferry

Ban.do reagiert auf die negativen Reaktionen im Netz und erklärte die gut gemeinten Absichten hinter der Schmuckkollektion.

Eine andere Twitter-Userin schlägt vor, anstatt der Namen der Krankheiten, lieber ein Symbol zu verwenden. Es wäre ein bisschen merkwürdig den Schriftzug "Depression" in gold um den Hals zu tragen, als wäre es etwas Wundervolles.

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