Es gibt wahrscheinlich viele, die um Haie einen großen Bogen machen würden. Aber Kenner wissen: Die Tiere sind wahnsinnig liebenswert, geradezu knuddelig. Und eigentlich gibt es keinen großen Unterschied zwischen einem Hai und einem Kleinkind. Außer der Größe und den Zähnen vielleicht.

Diebe in Texas dachten sich trotzdem, dass Hai und Baby ganz gut zusammenpasst – und haben einen Hornhai in einem Kinderwagen aus einem Aquarium geschmuggelt.

Genauer: "Miss Helen", so heißt die Hornhai-Dame. Die Antworten zum kuriosen Diebstahl:

Was ist passiert?

Hornhaie gehören zu den Stierkopfhaien, einer eher kleineren Art. "Miss Helen" ist nur etwa 45 Zentimeter groß und passt also perfekt in einen Kinderwagen. Sie schwimmt im Aquarium von San Antonio in einem "Interactive Shark Touch Pool". 

Was so schön klingt, ist für die Tiere eher unangenehm: Es ist ein Streichelzoo für Fische, Besucher können sich über den Beckenrand beugen und die Tiere im Wasser begrabschen. Drei Diebe haben diese Chance genutzt, um "Miss Helen" aus dem Becken zu heben und in einem Kinderwagen zu verstecken. (San Antonio Aquarium/BBC)

So stellt sich der bento-Photoshopper die Szene vor:

(Bild: Pixabay;Montage: bento)

Wie flogen die Diebe auf?

Überwachungskameras haben die Tat aufgezeichnet: 

  • Auf einer Aufnahme ist zu sehen, wie die Täter das Tier in ein Tuch wickeln und in den Wagen legen.
  • Eine spätere Aufnahme zeigt, wie sie mit dem Kinderwagen davonfahren.

Mitarbeiter des Aquariums bemerkten das Verschwinden von "Miss Helen" und riefen die Polizei. Die glaubte zunächst, das Ganze sei ein Scherz. Sagte zumindest Polizeichef Joseph Salvaggio dem US-Sender KSAT:

Ich habe schon oft erlebt, dass Katzen oder Hunde gestohlen werden, aber nie ein Hai.

Das sind die Szenen der Überwachungskamera:

Wieso haben die Täter den Hornhai geklaut?

Viele klauen seltene Tiere, weil sie einfach sehr wertvoll sind. Ein Hornhai wie "Miss Helen" ist laut dem Aquarium umgerechnet etwa 1700 Euro wert. 

Beim Hai-Napping soll es allerdings nicht um Geld gegangen sein, sondern um Emotionen: Der Haupttäter wurde von der Polizei in seinem Zuhause gestellt. Dort gab er die Tat sofort zu. Er halte selber viele Fische, hatte auch einen Hornhai. Allerdings sei der vor kurzem verstorben. Und "Miss Helen" sollte den Verlust ersetzen. 

Wie schon geschrieben, Kenner wissen, wie knuddelig Haie sind. Verhaftet wurde der Mann trotzdem. Denn die Polizei will auch Bilder im Netz entdeckt haben, in denen der Täter den Hai bereits zum Verkauf bot (CNN).

Und wie geht es "Miss Helen"?

Miss Helen hat die Strapazen offenbar gut überstanden. Sie müsse nun in Quarantäne, um sicherzustellen, dass sie sich in dem fremden Bassin keine Krankheiten eingefangen hat, erzählt eine Pflegerin. Aber der Dieb wusste wohl, wie er das Tier pfleglich behandeln musste – trotz seiner wenig tierfreundlichen Aktion.


Grün

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