Zwei Fragen und zwei Antworten zur Kritik

2018 steht für H&M im Zeichen der Kritik: Anfang des Jahres sah sich das Unternehmen im Rahmen einer Kampagne mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert (bento). Daraufhin kam es zu Protesten – in Südafrika mussten deshalb sogar Filialen geschlossen werden (bento). Jetzt gibt es erneut Kritik, diesmal in der Heimat Schweden.

Was ist passiert?

Für eine neue Still-BH-Kollektion warb das H&M mit Frauen, die laut Kritikerinnen und Kritikern nicht so aussehen, als wären sie vor Kurzem erst Mutter geworden. "annonsradet" – eine von Werbefachleuten gegründete Gruppe, die sich sonst mit sexistischer Werbung und Marketing-Kommunikation befasst – schreibt auf Facebook und Instagram dazu, H&M müsse für das Bild, das es "Frauen und Mädchen vermittelt, Verantwortung übernehmen". Weiter heißt es:

Welche frischgebackene Mutter sieht so aus? Keine

"Gefährlich" an den Bildern sei, dass sich Frauen dadurch unter Druck gesetzt sehen könnten, unmittelbar nach der Geburt zu ihrem normalen Körpergewicht zurückzukehren.

Wie reagiert H&M?

Das Unternehmen entfernte die Bilder kurzerhand von der Seite. "annonsradet" schrieb dazu auf Facebook:

H&M hat beschlossen, die Bilder von der Seite zu entfernen. Ein großes Lob für Sie, weil Sie tatsächlich zugehört, das Problem erkannt und gehandelt haben.

Pressechefin Joanna Morell sagte gegenüber "SVT Nyheter", man verstehe die Kritik und werde sie in der Zukunft auch berücksichtigen. 

Vielleicht gelingt es dem Unternehmen dann auch mal wieder positiv aufzufallen, wie zum Beispiel mit der diversen Kampagne vom Jahr 2016. (Guardian)


Today

Rückruf wegen Metalldraht: Edeka warnt vor Aufback-Baguette
Zwei Fragen, zwei Antworten

Die Einzelhandelsgruppe Edeka ruft Aufbackbaguettes zurück. Laut der Edeka-Homepage sei "nicht auszuschließen, dass sich ein Metalldraht in einzelnen Produkten befindet."