Bild: Reuters/Fabrizio Bensch
Noch keine GroKo – und schon Ärger.
Erst sollte Martin Schulz in einer möglichen Großen Koalition neuer Außenminister werden – nun zieht er sich doch zurück. 

Zu viele SPD-Mitglieder wollen ihren Chef nicht als Minister sehen. Entsprechend beuge sich Schulz dem Druck. Am Freitag verkündete er via Twitter, nicht Teil der möglichen Regierung zu werden:

Dieser Mail soll Schulz zuvor bereits an die SPD geschickt haben:

Er schreibt, er wolle seine "persönlichen Ambitionen" hinter die Interessen der Partei zurückstellen. 

Was steckt dahinter?

Am Mittwoch hatten sich Spitzen von CDU, CSU und SPD auf eine Große Koalition geeinigt (mehr dazu bei bento). Viele wichtige Ministerien sollen dabei an die SPD gehen, auch viele Forderungen der Sozialdemokraten wurden übernommen.

Viele SPD-Mitglieder waren trotzdem enttäuscht: 

  • Sie wollen keine Koalition mit CDU und CSU, vor allem die Jungsozialen um Kevin Kühnert wollen erst recht keinen Heimatminister Horst Seehofer
  • Ihrem Parteichef Schulz nahmen sie übel, dass er noch nach der Bundestagswahl im Herbst gesagt hatte, auf keinen Fall Minister unter Angela Merkel zu werden – und nun plötzlich das Außenamt an sich riss.
  • Auch der bisherige Außenminister Sigmar Gabriel war enttäuscht, dass er von Schulz ins Abseits gedrängt wurde. Der Partei warf er Wortbruch vor. (SPIEGEL ONLINE)

Bissig teilte Gabriel auch einen Spruch, den ihm seine kleine Tochter Marie am Donnerstagmorgen gesagt habe: 

Du musst nicht traurig sein, Papa, jetzt hast Du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht.
Wie es weitergeht, ist noch unklar.

Die SPD legt den Koalitionsvertrag ihren Mitgliedern vor. Diese können bis Anfang März abstimmen, ob sie für die Koalition mit CDU/CSU sind. Bei CDU und CSU selbst wird der Vertrag nur von den Parteispitzen abgesegnet – deren Zustimmung gilt als gewiss.

Welcher Politiker welches Ministerium bekommt, steht ebenfalls noch nicht abschließend fest. Sollte die Große Koalition zustande kommen, könnte Gabriel nun Außenminister bleiben – oder ein anderer SPD-Politiker rückt nach.

Wir haben hier die Jusos gefragt, was sie vom Koalitionsvertrag halten:


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Der Fettberg aus dem Londoner Untergrund hat jetzt einen Platz im Museum

Sie nannten ihn Fatberg, "Fat the Ripper" oder "Fatty McFatberg" – wochenlang sorgte im vergangenen Jahr ein rund 130 Tonnen schwerer Fettklops im Abwassersystem von London für Schlagzeilen (bento). Jetzt ist er ein Fall fürs Museum. 

Seit Freitag zeigt das Museum of London, was von dem Ungetüm aus Feuchttüchern, Essensresten und, nun ja, Fetten übrig geblieben ist.