Bild: EPA/Facundo Arrizabalaga

Wenn sich mancher Brite etwas wünschen dürfte, wäre es ein Exit vom Brexit – also der Verbleib in der Europäischen Union (EU). Das legt zumindest eine Umfrage nahe, die das Portal YouGov unter 4500 Erwachsenen durchgeführt hat.

Sie wurden gefragt, ob sie eine fiktive "Stop Brexit"-Partei unterstützen würden. Unter jenen, die für einen Verbleib in der EU waren, stimmte nun jeder Zweite dafür. Und unter den einstigen Brexit-Anhängern 3,9 Prozent ("The Independent"). Befragt wurden Erwachsene in Wales und England, also jenen beiden Teilen Großbritanniens, die vor allem für den Brexit gestimmt hatten (bento I).

In der Summe würde die fiktive "Stop Brexit"-Partei so aus dem Stand auf knapp 26 Prozent kommen. Aktuell könnte sie somit gar die Labour-Partei und die rechtskonservative Ukip hinter sich lassen. Immer noch in Führung wäre aber die Conservative Party, die derzeit den Brexit umsetzen muss:

Mitte Juni hatte Großbritannien in einer Volksabstimmung für den Ausstieg aus der EU gestimmt. Premierministerin Theresa May hatte nun vor einigen Wochen verkündet, diesen Prozess im Frühjahr 2017 zu starten.

Die EU und Großbritannien müssen dann neue Handelsverträge und Visa-Bestimmungen ausarbeiten. Viele Beobachter glauben, dass der Brexit ein wirtschaftlicher Rückschlag für die Briten wird. Ausländer, die in Großbritannien leben, berichten zudem von einer neuen feindlichen Stimmung seit dem Brexit-Votum (bento II).

So hatten junge Menschen gegen den Brexit demonstriert:
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Korrektur

In einer ersten Version des Textes hieß es, die Umfrage sei nur unter Brexit-Anhängern durchgeführt worden – und von diesen würde sich nun jeder Zweite eine "Stop Brexit"-Partei wünschen. Das war falsch. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

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Streaming

Hollywood traut sich: Die 2. Staffel von "Jessica Jones" wird nur von Regisseurinnen gedreht

Die Hälfte aller Comic-Fans ist weiblich – es wird also dringend Zeit, dass Verlage und Filmstudios mehr und mehr Superheldinnen in den Mittelpunkt stellen.

"Jessica Jones" ist da ein gutes Vorbild, die Marvel-Serie wurde im vergangenen Herbst gemeinsam mit Netflix gestartet. Viele – darunter bento – lobten sie für die gelungene Darstellung einer starken Frauenfigur.

Derzeit ist Staffel 2 in Arbeit. Und nun hat die Produzentin Melissa Rosenberg ein Novum verkündet: Jede Episode der Staffel soll von Regisseurinnen gedreht werden (Mashable). Das ist für Hollywood ein wichtiges Signal: Im vergangenen Jahr waren nur etwa zwölf Prozent aller Regisseure im TV weiblich (Study for Women in Television & Film).