Bild: Bank of England

Großbritannien legt Wert auf die eigene Währung, das Britische Pfund. Im Juni hat die Bank of England einen neuen Fünf-Pfund-Schein herausgebracht – kein schnödes Papiergeld, sonder ein spezieller Schein aus Kunststoff.

Die Bank jubelte: Der Schein ist stabiler, hygienischer, umweltfreundlicher. Sogar abwaschen kann man ihn. So sieht der Superschein aus:

Doch jetzt gibt es ein Problem: Im Geld steckt Tierfett

"Es gibt eine Spur von Talg in dem Polymer-Granulat, das als Basismaterial für die Polymer-5-Pfund-Noten dient", gab die Zentralbank auf Nachfrage per Twitter zu.

Was genau ist Talg? Ein Abfallprodukt, das bei der Schlachtung von Rindern und Schafen entsteht. Gerade Veganer finden das schrecklich: Der Schein zwinge sie, Produkte von toten Tieren in die Hand zu nehmen. Auch religiöse Gruppen haben ein Problem mit dem Schein. Empörte Briten haben eine Online-Petition gestartet und schon knapp 120.000 Unterschriften gesammelt.

In einem Statement hat sich die Bank of England am Donnerstag für die tierischen Scheine entschuldigt – der Talg-Anteil sei erst kürzlich erst bekannt geworden. Die Bank arbeite nun an einer Lösung.

Klarheit muss auf jeden Fall her: Denn offenbar werden Geldscheine in Großbritannien gerne gegessen. Die Bank of England wertet jedes Jahr aus, wie viele beschädigte Geldscheine umgetauscht werden. Die Bank fragt dabei auch nach den Gründen für die Beschädigung. Demnach haben im vergangenen Jahr mehr als 5000 Menschen Geldscheine aufgegessen:

Wie viele Kinder daran beteiligt waren, ist unklar.

Auch wenn ihr keine Geldscheine esst – wisst ihr, in welchen dieser Lebensmitteln sich tierische Produkte verstecken?

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