Bild: dpa/Daniel Bockwoldt

In der Nacht zu Sonntag hat der "Golden Pudel" gebrannt, ein legendärer Hamburger Club. Jetzt ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung: Die Untersuchung des Brandorts habe ergeben, dass "von einer vorsätzlichen Brandlegung auszugehen" sei, heißt es in einer Mitteilung der Polizei, die am Sonntag veröffentlicht wurde.

Wer den Brand gelegt haben könnte, ist noch unklar; die Ermittlungen hierzu dauern an. Auch die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Wegen des Feuers und des eingesetzten Löschwassers ist das Gebäude des "Golden Pudel" momentan nicht nutzbar, zudem ist der Dachstuhl teilweise einsturzgefährdet.

Das Feuer war gegen 3 Uhr am Sonntagmorgen ausgebrochen. Polizeibeamte entdeckten zunächst, dass ein Anbau zwischen dem Club und der Fußgängerüberführung zum Hafen brannte. Die Flammen griffen anschließend auf den Dachstuhl des Szeneclubs über.

Zu der Zeit befanden sich etwa 150 Menschen im "Golden Pudel". Feiernde und Mitarbeiter konnten das Gebäude aber rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand.

Der Schaden in Bildern
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Lang hätte es den "Golden Pudel" vermutlich ohnehin nicht mehr gegeben.

Denn: Die beiden Besitzer streiten sich seit Jahren. Gegründet wurde der Club 1988, sechs Jahre später zog er an den heutigen Ort nahe des Hamburger Fischmarktes.

Seit Ende 2008 gehört der Club Rocko Schamoni, Buchautor und Teil des Humoristentrios "Studio Braun", und Wolf Richter – früher gute Freunde, heute vermutlich nicht mehr. Offenbar hatten sie unterschiedliche Pläne mit dem Club.

Am 20. April soll das Gebäude versteigert werden, der Verkehrswert der Immobilie beläuft sich auf 510.000 Euro, berichtet das "Hamburger Abendblatt".

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