Bild: dpa/Kay Nietfeld

Einer der beiden Männer, die Gina-Lisa Lohfink der Vergewaltigung beschuldigt hatte, hat das Model auf Unterlassung verklagt. Sebastian Castillo Pinto ließ seinen Anwalt Christian Gerlach die Klageschrift am Donnerstag beim Landgericht Berlin einreichen. Sie liegt dem SPIEGEL vor.

Folgen die Richter dem Antrag, droht Lohfink ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro, wenn sie weiter behauptet, Castillo Pinto habe sie vergewaltigt und ihr K.-o.-Tropfen verabreicht.

Im August war Lohfink vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen falscher Verdächtigung in erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Anwalt Gerlach begründet die neue Klage im SPIEGEL damit, dass Lohfink "die Vorwürfe auch nach dem Urteil in den Medien verbreitet" habe.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Vorfall von Anfang Juni 2012. Lohfink behauptet, gegen ihren Willen hätten Castillo Pinto und ein Bekannter damals mit ihr Sex gehabt.

Die beiden Männer hatten den Geschlechtsverkehr gefilmt, Schnipsel der Aufnahmen tauchten später im Netz auf. Der Bekannte von Castillo Pinto akzeptierte einen Strafbefehl. Lohfink zeigte darüber hinaus eine Vergewaltigung an (bento).

Auf den Videos sagt Lohfink mehrmals "Hör auf", was sie als Beleg für ihren Vorwurf sieht. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht kamen indes zu dem Schluss, die Ausrufe bezögen sich auf das Filmen, nicht auf den Geschlechtsakt.

Diese Nachricht ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

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