Bild: Antonio Calanni/AP/dpa
Fünf Fragen, fünf Antworten

Zwei Tage ist das verheerende Brückenunglück in der italienischen Stadt Genua nun her. 200 Meter Straße stürzte ab, mindestens 39 Menschen starben. Die italienische Regierung hat einige Maßnahmen nach der Katastrophe beschlossen.

So geht es nun weiter:

Warum wurde der Notstand ausgerufen?

Ministerpräsident Giuseppe Conte kam damit den Bitten der örtlichen Behörden nach. Es ist so deutlich einfacher, Gelder für den Wiederaufbau freizugeben. Ziel ist es, die Notsituation so schnell wie möglich zu beenden. Um dies voranzutreiben, stellte die italienische Regierung fünf Millionen Euro zur Verfügung (SPIEGEL ONLINE).

Warum geben viele dem Straßenbetreiber die Schuld für das Unglück?

Viele Mitglieder der italienischen Regierung sehen die Schuld für den Brückeneinsturz bei dem privaten Straßenbetreiber "Autostrade per l'Italia" und wollen ihm die Lizenz entziehen. Am Abend stürzte die Aktie des Unternehmens ab. Auch die Aktie des Mutterkonzerns "Atlantia" verlor fast 25 Prozent. 

Die italienische Regierung hat eine Überprüfung des Betreibers gestartet. Das Unternehmen habe 15 Tage Zeit, um nachzuweisen, dass es alle vertraglichen Verpflichtungen bezüglich der ordnungsgemäßen Funktion der Brücke und der Vermeidung von Unfällen erfüllt habe, erklärte das Verkehrsministerium.

Sollten die Auskünfte als unzureichend eingestuft werden, wäre das ein Bruch der Konzessionsbedingungen

Die Muttergesellschaft "Atlantia" wurde aufgefordert, sofort den Wiederaufbau der Brücke auf eigene Kosten anzugehen. Auch für den Wiederaufbau der unter der Brücke zerstörten Gebäude müsse Atlantia aufkommen.

Wer sind die Opfer?

Mittlerweile sind die ersten Opfer der Tragödie identifiziert (Südtirol Online). Demnach seien die meisten Opfer aus Genua und Umgebung, viele waren erst knapp über 20 Jahre alt. 

Hat das Unglück in Genua Auswirkungen auf Deutschland?

Nach dem Einsturz Genua fragen sich viele Menschen: Wie sicher sind die Brücken in Deutschland? Kann auch hier eine Brücke einfach so nachgeben? Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) versuchte in einem Interview mit dem Nachrichtensender ntv zu beruhigen. Zwar gäbe es in Deutschland auch Sanierungsfälle unter den Brücken, wie zum Beispiel die Rheinbrücke bei Leverkusen, er betonte aber: "Trotzdem haben wir unsere Brücken im Griff."

Was in Deutschland als marode gelte, sei in anderen Ländern ein guter Zustand, so Scheuer. Sollte eine Brücke Schäden aufweisen, die die Traglast vermindern könnten, werde sie öfter kontrolliert, mindestens aber alle drei Jahre.

Gibt es juristische Konsequenzen?

Die Staatsanwaltschaft in Paris leitete eine Untersuchung wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Tötung ein. Grund ist, dass auch Franzosen unter den Opfern sind. In solchen Fällen im Ausland ist es üblich, dass sich französische Ermittler einschalten.


Mit Material von dpa


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