Donald Trump ist gerade auf seiner ersten Auslandsreise – zuerst nach Saudi-Arabien, dann kurz nach Israel, den Vatikan und weiter nach Brüssel. Nun ist das italienische Taormina seine letzte Station. Dort kommt der US-Präsident mit den Staats- und Regierungschef sechs weiterer westlicher Industrienationen zum G7-Gipfel zusammen.

Solche Treffen der großen Staaten sind eigentlich als nette Fototermine gedacht, aber nun – Trump ist zum ersten Mal dabei – hakt es. Besonders bei der Einigung auf gemeinsame Ziele im Klimaschutz und beim Freihandel streiten sich die Länder mit den USA. 

In Sachen Klimawandel ist G7 ist in Wahrheit eher G6 gegen Trump.

Worum genau geht es auf dem Gipfel? Und welche Umweltziele wurden erreicht? Hier kommen die wichtigsten Antworten:

Was genau ist eigentlich G7?
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Worum ging es beim aktuellen Treffen?

Es wurden mehrere Themen besprochen, bei denen alle Länder Grenzen übergreifend zusammenarbeiten müssen. Unter anderem:

  • Der globale Kampf gegen Terrorgruppen und Extremismus
  • Die Fürsorge für ein stabiles Afrika und der Kampf gegen Hungersnöte 
  • Der Umgang mit Geflüchteten und Fluchtgründen
  • Der Schutz der Umwelt und der Kampf gegen den Klimawandel

Trump selbst hatte die Agenda so zusammengefasst:

Was sind die wichtigsten Ergebnisse?

Davon gibt es einige – alle findest du in der gemeinsam verfassten AbschlusserklärungDie Highlights:

  • Geschlechtergerechtigkeit soll fortan als wichtiges Merkmal der Menschenrechte gelten. Vor allem Frauen und Mädchen würden noch zu oft unterdrückt – ihre Rolle soll besonders gefördert werden.
  • Einig wurden sich die G7-Länder auch, verstärkt im Kampf gegen Extremisten zusammenzuarbeiten, vor allem gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", die sich sowohl in Syrien wie in Libyen ausgebreitet hat. 
  • In Sachen Wirtschaft setzen die Länder auf einen freien und fairen Handel – und auf Wunsch der USA einen gerechteren Austausch. Trump hatte sich im Vorfeld über die "sehr, sehr schlimmen" Exportüberschüsse vor allem aus Deutschland beschwert (bento). Seine Kritik: Andere Länder verkaufen zu viel und kaufen zu wenig, zum Beispiel US-Waren. Das sorgt für ein Ungleichgewicht. 
Und wie sieht es konkret bei den Klimazielen aus?

Düster. Denn es gibt keine gemeinsame Erklärung.

Unter dem Punkt "Klima und Energie" heißt es, die USA seien "gerade dabei, ihre Sicht auf den Klimawandel und das Pariser Abkommen zu überdenken und sind daher nicht zu einer gemeinsamen Erklärung bereit". (Mehr zur US-Haltung beim Klimawandel erfährst du hier)

Das Pariser Abkommen

Der Vertrag ist eine Einigung von 195 Ländern, gemeinsam mehr für den Klimaschutz zu tun. Er wurde im Rahmen der Klimakonferenz in Paris im November 2015 ausgehandelt – und gilt als großer Durchbruch. 

Hier erfährst du mehr über das Abkommen.

Diese Formulierung ist ein deutlicher diplomatischer Mittelfinger in Richtung USA. Sie zeigt, wie genervt die anderen Regierungschefs von den Diskussionen mit Trump über die Existenz des Klimawandels gewesen sein müssen – und wie schlecht Trumps Team auf die Klima-Diskussion vorbereitet war.

Die anderen Teilnehmer versicherten jedoch im Bericht ebenfalls, dem Klimaschutz treu zu bleiben und sich weiterhin an das Pariser Abkommen zu halten. Angela Merkel nannte das Ergebnis mit Blick auf Trumps Haltung "unzufriedenstellend" (heute).

Warum ist das wichtig?

Die G7 haben durch ihre Wirtschaftskraft und ihren Einfluss in anderen Institutionen wie der Welthandelsorganisation, der Uno oder der EU theoretisch eine Vorbildrolle. Wenn sie sich nicht auf konkrete Ziele zum Klimaschutz oder sicherheitspolitischen Themen einigen können, werden auch andere Wirtschaftsmächte wie China oder Indien ein geringeres Interesse haben, sich zu engagieren. 

Außerdem ist das Treffen indirekt ein Zeichen für den Zusammenhalt der sieben Länder gegen Russland, welches immer noch von der Gruppe ausgeschlossen ist und nicht mit diskutieren darf. Wenn nun die anderen Länder im Unterpunkt zum Klima bewusst hervorheben, dass es keine Einigung mit den USA gibt, dann macht das die aktuelle Zerrissenheit deutlich.

Wie geht es weiter?

Das nächste Treffen steht schon kurz bevor. Bereits am 7. Und 8. Juli kommen die Vertreter der G20-Nationen – eine Erweiterung von G7 um mehrere wichtige Schwellenländer wie Brasilien und Südafrika – zusammen. Das Treffen wird von Deutschland organisiert und findet in Hamburg statt.

Dann wird sich der Druck auf die USA noch mal erhöhen, denn es sind vor allem die Schwellenländer, die die Auswirkungen des Klimawandels schon heute spüren – etwa, wenn Indien von Überschwemmungen heimgesucht wird.

Das sind die Folgen des Klimawandels:
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Dass sich in Washington was tut, hat Trump noch vor dem Ende des G7-Gipfels versprochen. Während das Abschlussstatement gerade ins Netz gestellt wurde, twitterte er, sich bis kommende Woche Gedanken zu machen:


Grün

Forscher behaupten: Deine Katze macht dich mit der Zeit wahnsinnig

Das Bild der "verrückten Katzenlady" ist ein gängiges Klischee, das nicht nur bei den Simpsons gerne bemüht wird. 

Der Vorwurf: Menschen, die sozial zurückgelassen wurden, etwa durch eine Trennung, können sich nicht mehr an Menschen binden – und begnügen sich fortan nur noch mit ihrer Katze. Die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu interagieren und ein "normales Leben" zu führen, wird also durch die Partnerschaft mit einer Katze ersetzt.