Bild: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
Die Kollegen haben ihn offenbar auf Videos erkannt.

Großdemos, Ausschreitungen, Randale: Der G20-Gipfel in Hamburg liegt inzwischen schon ein halbes Jahr zurück, doch er beschäftigt das Land weiterhin. Denn in den vergangenen Monaten wurden die ersten Prozesse gegen Beteiligte geführt, Richter verhängten harte Strafen gegen G20-Demonstranten. (Zeit Online)

Doch jetzt ist der bisher absurdeste Fall bekannt geworden. Denn einer der gewalttätigen Demonstranten stammt offenbar aus den eigenen Reihen der Polizei.

Ein Polizist aus München soll die eigenen Kollegen attackiert haben.

Der 35-Jährige sei während des G20-Gipfels privat in Hamburg gewesen, um seine Freundin zu besuchen, heißt es in einem Bericht der Welt. Zusammen seien sie bei der großen "Welcome to Hell"-Demo am Vorabend des Gipfels am Hamburger Hafen gewesen.

Kurz nachdem die Polizei die Demo gestoppt hatte und auflösen wollte, seien die beiden auf eine Fußgängerbrücke gegangen und hätten die Einsatzkräfte von dort aus mit vollen Bierdosen beworfen, heißt es. 

Von dieser Brücke sollen die Bierdosen geworfen worden sein.(Bild: Kay Nietfeld/dpa)
Das Merkwürdigste an der Geschichte: 

Der Polizist hat offenbar auch noch ein Interview vor laufender Kamera gegeben, in dem er das Vorgehen der Polizei kritisiert. Seine Münchner Kollegen sollen ihn anhand von diversem Videomaterial identifiziert haben.

Gegen den 35-Jährigen und seine Freundin werde nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums München. Der Polizist sei vom Dienst suspendiert und seine Waffe eingezogen worden. (SPIEGEL ONLINE

Laut Welt soll außerdem ein internes Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet werden.


Gerechtigkeit

Femen-Aktivistin nennt Tschechiens Präsident "Putins Schlampe"

Bei der Wahl zum Tschechischen Präsidenten am 12. Januar hat eine Aktivistin der ukrainischen Frauenrechtsgruppe Femen eine politische Botschaft übermittelt: Mit den Wörtern "Zeman – Putin's Slut" auf der nackten Brust stürmte sie das Wahllokal, in dem der amtierende Präsident Milos Zeman gerade seine Stimme abgeben wollte. Dabei rief sie ihm dieselben Worte zu.