Bild: Lukas Coch/AAP/dpa
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des G20-Gipfels in Buenos Aires haben sich auf ein Abkommen geeinigt. Darin geht es um den Handel, Steuern, den Umgang mit der Ukraine – und auch um Klimaziele.

Beim vergangenen G20-Treffen in Hamburg im Juli 2017 hatten die USA erklärt, aus dem Pariser Abkommen zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auszusteigen.

Wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Erkenntnisse zu den Klimazielen in der G20-Abschlusserklärung:

  • Es bleibt dabei: Der US-Regierung ist unser Klima egal. In der Gipfelerklärung hielten die USA an ihrem Ausstieg fest: "Die USA bekräftigen ihre Entscheidung, sich aus dem Pariser Abkommen zurückzuziehen", heißt es darin. (FAZ)
  • Alle anderen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer aber halten an den vereinbarten Klimazielen fest und bezeichneten sie als "unumkehrbar". Sie streben an, den Anstieg der globalen Temperatur auf weniger als zwei Grad – und möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Das bedeutet sogar eine Verschärfung der bisherigen Vereinbarung. Der Vergleichsmaßstab ist die Zeit vor der Industrialisierung. (Tagesschau)
  • Wie das gelingen soll? Die G20 setzen weiterhin auf die erneuerbaren Energien. Das wird sicherlich auch Thema bei der Weltklimakonferenz COP 24 in Katowice sein, die am Montag beginnt.
  • Drohen trotzdem noch Länder, auszusteigen? Ungewiss ist, ob auch Brasilien am Abkommen festhalten wird. Der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro tritt erst im Januar sein Amt an und hat schon mit dem Ausstieg gedroht. Ungewiss ist ebenso, ob er den Schutz des Regenwaldes vorantreibt. 
  • "Beim Klima-Thema waren wir uns auch einig, dass wir schneller handeln müssen, denn wir sind offensichtlich an einem Scheidepunkt und weiterhin waren sich alle einig, dass jeder seine Verpflichtungen angehen muss", sagte der argentinische Präsident Mauricio Macri nach dem G20-Gipfel.

Auch wenn vieles davon positiv klingt, die Abschlusserklärung der G20 hat vor allem symbolischen Charakter. Keines der Länder ist verpflichtet, an den Zielen festzuhalten. Es gibt keine Sanktionen, sollten die Länder scheitern. (Klimareporter)

Was sagen Klimaschützer zu den Ergebnissen?

"US-Präsident Donald Trump ist klimapolitisch weiter isoliert", sagte Christoph Bals. Er ist politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation "Germanwatch".

Besonders freut er sich darüber, dass erstmals die Obergrenze von 1,5 Grad erwähnt wurde. "Das ist ein Durchbruch und eine neue Messlatte für das eigene Handeln der Staaten", sagte Bals. 

Die Aussage der Wissenschaft sei so klar wie nie: Bis 2050 müsse in allen Ländern der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gelungen sein. "Die G20-Staaten müssen endlich den Worten Taten folgen lassen, zu Hause deutlich entschiedener handeln und ihre Emissionen reduzieren."

Mehr zu den anderen Ergebnissen findest du bei SPIEGEL ONLINE.


Sport

Dresden-Anhänger hetzen gegen Frauen – und haben nicht verstanden, wie Fußball im Jahr 2018 aussieht

Wer schon mal ein Fußballstadion besucht hat, weiß: Frauen und Männer sitzen Seite an Seite auf der Tribüne. Frauen verstehen, was Abseits bedeutet und dass man nach einer Roten Karte das Spielfeld verlassen muss. Es gibt Frauen, die lieben Fußball. Ja, tatsächlich. Und es ist sogar vorstellbar, dass es Frauen gibt, die nicht zu Hause kochen und darauf warten, bis ihr Mann vom Spiel zurückkommt, um mit ihm zu essen. Warum? Weil Frauen nicht an den Herd gehören, sie gehören ins Stadion. Es ist 2018.

Wieso man aber anscheinend immer noch erklären muss, dass das längst Alltag ist? Weil die Anhänger von Dynamo Dresden am Samstag mit einer frauenverachtenden Hassbotschaft im Hamburger Millerntor-Stadion die St.-Pauli-Fans provoziert haben.

Auf einem Banner war zu lesen:

"Ihr müsst heute Abend hungern, weil eure F***** mit euch im Block rumlungern."

Die plumpe und herablassende Bemerkung wurde auch bei Twitter mehrfach kommentiert. Die Nutzerinnen und Nutzer waren sich einig: