In den vergangenen Tagen gab es bereits viel Protest gegen den G20-Gipfel. Er war mal bunt und lustig, mal mit Bier in der Hand – und leider überschattet von den zuletzt gewalttätigen Ausschreitungen.

Am Samstag fand nun die größte aller Protestaktionen statt: Unter dem Motto "Grenzenlose Solidarität statt G20" liefen zehntausende Menschen in einem riesigen Demonstrationszug durch Hamburgs Innenstadt. 

Seit 11 Uhr versammelten sich die Menschen für erste Kundgebungen am Deichtorplatz in der Hamburger Innenstadt. Um 13 Uhr startete der Demonstrationszug. Ursprünglich waren bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet worden – doch die Veranstalter schätzten die Zahl zu Beginn der Versammlung auf 40.000, die Polizei sprach zunächst von etwa 20.000 Menschen. 

Gut zwei Stunden nach dem Start hatten sich aber etliche weitere Menschen angeschlossen. Die Veranstalter sprachen nach einer groben Zählung von etwa 76.000 Teilnehmern!

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Angemeldet wurde die Demo vom Linken-Politiker Jan van Aken. Doch es beteiligen sich zahlreiche Gruppen und Organisationen. Mit dabei sind unter anderem einige Parteien, das globalisierungskritische Netzwerk Attac, die Umweltschutzorganisation BUND, sowie mehrere antikapitalistische und autonome Gruppierungen.


Das sagten die Teilnehmer:
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Und so lief die Demo:
Aktivisten seilen sich mit einem Banner über der Demo ab.(Bild: bento)

Die Menschenmenge war unterteilt in 19 Blocks zu unterschiedlichen Themen:

Kurz nach Start der Demo hatte sich auch dieses Mal wieder ein Schwarzer Block gebildet.
Doch die Polizei hatte schon vor Beginn der Demo angekündigt, heute keine Vermummung zu dulden.
Nach kurzem Stopp ging es dann weiter und die Demo endete wie geplant am Heiligengeistfeld auf St. Pauli:
Zwischenzeitlich machte ein Partytruck übrigens einen kleinen Abstecher in den Park:
Am Millerntor kam es währenddessen noch zu Auseinandersetzungen:
Doch insgesamt blieb die Groß-Demo überwiegend bunt und friedlich:
Übrigens: 

Nach den Krawallen der vergangenen Nacht (bento) startete die Polizei am Samstagvormittag eine Razzia gegen die linke Szene. Die Beamten durchsuchten Veranstaltungsräume, zahlreiche Einsatzkräfte und ein Entschärferteam waren vor Ort. Auch das Protestcamp in Altona wurde nach verdächtigen Gegenständen durchsucht.

Mitarbeit am Text: Katharina Schmidt, Julia Wadhawan, Lisbeth Schröder, Carolina Torres, Hanna Zobel


Fühlen

Leute erzählen von den ekligsten Sachen, die sie jemals getan haben

Viele von uns kennen das – wahrscheinlich. Es gibt diese Situationen, in denen man einfach mal kurz den Finger ins Nasenloch steckt, um zu popeln. Oder diese Situationen, in denen wir uns an sehr intimen Körperstellen kratzen, weil es gerade einfach nicht anders geht.