Was bleibt von G20? Sicherlich die traurigen Krawall-Bilder aus dem Hamburger Schanzenviertel vom Donnerstag- und Freitagabend. Doch diese Wut und Zerstörung hat nichts mehr mit politischen Interessen zu tun. 

Also sollten wir uns lieber an die friedlichen Demonstrationen erinnern, die Tausende auf die Straße lockte. Sie demonstrierten für ernsthafte Anliegen: einen intensiveren Klimaschutz, mehr Hilfen für Afrika, mehr Gerechtigkeit. Einer der größten Veranstaltungen fand bereits am Mittwochabend statt – "Lieber tanz' ich als G20".

Wie? Party, Techno und Bier ist kein richtiger Protest und bringt nichts? Wir finden schon!

Die Staats- und Regierungschefs der größten Industrienationen trafen sich ab Freitag in den Hamburger Messehallen. G20-Kritiker finden, dass bei den Gesprächen meist überhaupt nichts rumkommt. Der Aufwand lohnt sich nicht, kostet nur Geld und am Telefon hätte man zu den gleichen Ergebnissen kommen können.

Einige der Gipfel-Gegner trafen sich im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel, um darüber zu beraten, wie man unsere Welt wirklich zu einer besseren machen kann. 

Das sind ihre Anliegen: 

Wie schlimm ist es eigentlich wirklich um die Welt bestellt? Oder gehen bestimmte Entwicklungen vielleicht doch in die richtige Richtung? Teste dein Wissen in unserem Quiz: 

Die ganze G20-Woche waren wir in der Stadt unterwegs, haben auf Instagram und Twitter von den Protesten erzählt. 

Auch am Donnerstagabend, als die "Welcome to Hell"-Demo nach nur einer Stunde eskalierte. Ein Abend, der erst freundlich begann: 

Am Rande eines solchen Gipfels tauchen auch immer wieder kuriose Fragen auf. Nach den Krawallen in Altona rollten Panzer durch den Stadtteil. Zum Schutz? Wir haben bei der Bundeswehr nachgefragt. 


Und dann gibt es auch die Menschen, die all den Trubel an diesem Wochenende mit Humor genommen haben. Zum Beispiel die Touristen, die ihre Reise schon vor Monaten gebucht hatten, und nicht wussten, was sie in Hamburg erwarten würde. Oder ein Pizzabote, der mit seinem Roller ins unerwartete Demo-Chaos fuhr.

Wen wir sonst noch diese Woche getroffen haben? 
  • Menschen, die mit ihrem Fahrrad durch Hamburg fahren und klingelnd gegen G20 protestieren. (bento)
  • Anwohner, die die Krawalle der Autonomen in ihrem Stadtteil verurteilen und beim Aufräumen mit anpacken. (bento)

Welche politischen Beschlüsse werden bleiben? Vor allem das Bekenntnis, sich im Kampf gegen den Klimawandel stärker zu engagieren und sich wirtschaftlich nicht zu isolieren. Ob das klappt? Wir werden sehen. 


Queer

Wie habt ihr euch kennengelernt?
Paare auf der "Cologne Pride erzählen ihre Liebesgeschichten

Statt Kamelle fliegen Kondome und Aufklärungsbroschüren in die Menge – ein sicheres Zeichen dafür: Es ist "Christopher Street Day" in Köln. Am Sonntag zogen Tausende Teilnehmer mit geschmückten Wagen durch die Stadt und warben für Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz von Homo-, Bi- und Transsexuellen. 

Wenn die Liebe gefeiert wird, sind auch wir dabei. Hier erzählen Paare auf der "Cologne Pride" ihre ganz persönlichen Liebesgeschichten: