Bild: Bernd von Jutrczenka/ dpa

Angela Merkel wollte eigentlich Afrika zum großen Thema beim G20-Treffen in Hamburg machen. In der Abschlusserklärung geht es aber vor allem um's Klima und den freien Handel. Was wird für die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent getan?

Am Ende bleibt wohl die Erkenntnis: Viele Gipfel-Kritiker haben recht. Die Ergebnisse des Mega-Treffens bleiben unkonkret und unsichtbar. Zu den schwammigen Beschlüssen hätte man auch am Telefon kommen können. Immerhin gibt es eine finanzielle Hilfe im Kampf gegen Hunger. 

Ein Überblick:
1. Keine klassische Entwicklungshilfe mehr

Statt staatlicher Investitionen soll es vermehrt private geben. Unter dem Titel "Compact With Africa" stellte Angela Merkel am Ende des Gifpels die Instrumente zur Wirtschaftsförderung vor. Die G20-Staaten erklärten, sie wollten sich für mehr Wachstum in Afrika einsetzen – nicht wirklich überraschend, aber auch nicht konkret. (SPIEGEL ONLINE)

Zusammengefasst ist das Ziel, Armut zu bekämpfen – und damit eine der wichtigsten Fluchtursachen. 

Die große Kritik daran: Die ärmsten Länder Afrikas werden in dem Progamm "Compact With Africa" gar nicht berücksichtigt. Mit dabei sind vorerst nur Äthiopien, die Elfenbeinküste, Ghana, Marokko, Ruanda, Senegal und Tunesien.

2. Afrikanische Staaten sollen gegen Inflation und Korruption vorgehen

Nur wenn diese Auflagen erfüllt werden, werden sich wohl auch erst mehr ausländische Investoren dort ansiedeln. Es sei wichtig, dass in den Regionen selbst funktionierende Wirtschaftskreisläufe aufgebaut würden, sagte Ursula Eid zum Deutschlandfunk. Sie arbeitet bei der deutschen Afrika-Stiftung. 

Sie betonte, die afrikanischen Staaten sollten nicht Rohstofflieferanten bleiben. Mittelständische Unternehmen sollten mit afrikanischen Partnern vor Ort Unternehmen gründen, um dort eine Verarbeitungsindustrie aufzubauen.

Eids Forderung: 

"Es braucht berufliche Bildung, es müssen Fachkräfte ausgebildet werden."
3. Die USA versprechen 639 Millionen Dollar

Die konkreteste Hilfe für den Kontinent kommt aus den USA. Donald Trump gab auf dem Gipfel eine Initiative gegen Hunger in Afrika und im Nahen Osten bekannt – 639 Millionen Dollar gibt es für Nigeria, Somalia, Jemen und Südsudan, wo mehr als 20 Millionen Menschen von der Hungerkrise bedroht sind. 

Etwa die Hälfte des Geldes geht an das World Food Programme der Uno. "Dies ist ein lebensrettendes Geschenk", hieß es in einer Mitteilung. (Merkur)


Gerechtigkeit

Der #riothipster von der Schanze wird zum Meme

Ein hübscher junger Mann mit Bart und Gel im Haar, in der Hand ein iPhone 6, macht ein schönes Selfie – vor einer brennenden Barrikade in der Sternschanze. Jetzt wird der #riothipster zum Internetphänomen.