Eine Nacht vor der Eröffnung.

Das "Diversity House" in St. Petersburg und Moskau war eigentlich dazu gedacht, während der Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland einen sicheren Anlaufpunkt für Minderheiten und Interessierte zu bieten. Hier sollte ohne Angst vor Diskriminierung in Ruhe Fußball geguckt werden können. Es sollte außerdem über Vielfalt und Gleichberechtigung aufgeklärt werden. (Fare Network

Nur eine Nacht vor seiner Eröffnung wurde das Projekt "Diversity House" in St. Petersburg gestoppt. Angeblich, weil der Vermieter abgesprungen ist.

Was ist mit dem "Diversity House" passiert?

Das Haus ist eine Initiative vom Fare network, einem Netzwerk gegen Diskriminierung im Fußball, und sollte am Donnerstag, rechtzeitig zum Start der Fußball Weltmeisterschaft in Russland, eröffnen. Doch in der Nacht zu Donnerstag wurde es plötzlich geschlossen, wie die Organisation berichtet. Die Firma, die die Räume für das "Diversity House" am Rande der Fanzone vermietet hatte, sagte den Aktivisten, dass sie nicht willkommen seien und stellte ihnen den Strom ab. (The Guardian)

Piara Powar, Geschäftsführerin von Fare, vermutet in einem Statement politische Motive hinter dem Rückzug des Vermieters: "Die Art und Weise, wie das Diversity House geschlossen wurde, kennen Organisationen aus St. Petersburg bereits, es ist eine typische Methode, mit der die Stadtbehörden Initiativen einstellen, die nicht ihren politischen Ansichten entsprechen." 

Die Eröffnung des zweiten "Diversity Houses" in Moskau wurde von Vertretern der russischen Regierung und der Fifa besucht. In St. Petersburg fahren die lokalen Behörden traditionell eine härtere Linie bei LGBT-Organisationen und anderen Menschenrechtsthemen, wie der Guardian berichtet. 

Wie geht es weiter?

Das St. Petersburger "Diversity House" hat am Samstag in neuen Räumen eröffnet. "Wenn die lokalen Behörden weiterhin Druck ausüben, sind wir mit unseren lokalen Partnern bereit, mit ihnen Katz und Maus zu spielen, bis sie den Wert dessen sehen, was wir versuchen zu tun", sagt Piara Powar in einer Pressemitteilung.


Musik

Dieser Tänzer spielt mit seinem Körper Klavier
Und das klingt ziemlich verrückt.

Manchmal können neue Technologien ein wenig unheimlich sein – so wie bei dieser neuesten Entwicklung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des japanischen Unternehmens Yamaha haben ein System geschaffen, das mithilfe von Sensoren Körperbewegungen in Musik übersetzt. Damit wird der Körper zum Musikinstrument.

Dieses System wurde auf einem Konzert an der Tokyo University of the Arts im November 2017 zum ersten Mal vorgeführt. Aufgetreten ist der in Japan berühmte Tänzer Kaiji Moriyama und das Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker.

Wie der Tanz klingt, siehst du im Video.