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Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an Kolumbiens Präsidenten Juan Manuel Santos. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt. Er erhält die Auszeichnung für seine Anstrengungen, den Bürgerkrieg zu beenden.

Seit mehr als 50 Jahren bekämpfen sich die Regierung und die linke Guerillaorganisation Farc. Santos hatte jahrelang einen Friedensvertrag verhandelt. Am vergangenen Wochenende scheiterte jedoch das Referendum über das Abkommen. Die Bevölkerung entschied sich knapp gegen den Frieden.

Santos arbeitet dennoch weiter an einer Einigung und traf sich bereits mit Gegnern des Abkommens.

Worum geht es in dem Konflikt genau?

Ist es richtig, dass Santos den Friedensnobelpreis bekommt, obwohl der Frieden noch gar nicht besiegelt ist? Das Nobelkomitee findet: Ja. Auch der Friedensprozess sei ein Erfolg, erklärte die Sprecherin. Sie würdigte die harte Arbeit und das Engagement von Santos.

Sie hoffe, dass der Nobelpreis auch dazu führe, eine Lösung für das Friedensabkommen in Kolumbien zu finden.

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Mit einer ganz knappen Mehrheit (50,21 Prozent) haben sich die Kolumbianer am Sonntag gegen den Friedensvertrag zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) entschieden. (bento) Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos will trotzdem nicht aufgeben und verhandelt derzeit weiter (SPIEGEL ONLINE).