Bild: dpa/Patrick Seeger
Auf einem bestimmten Platz ist einfach immer zu viel los.

Mitten im kleinen Studentenstädtchen Freiburg liegt der Augustinerplatz, von den Einheimischen auch liebevoll die "Piazza" genannt.

Warum Piazza? Weil der Platz gerade im Sommer derart lauschig Italienisch ist, dass viele Studentinnen und Studenten gerne bis spät in die Nacht – oder den Morgen – dort feiern und quatschen und musizieren. Nun soll damit Schluss sein.

Freiburger Anwohner haben durchgesetzt, dass die Studis notfalls mit Polizeigewalt abgeführt werden können - wenn es zu laut wird.

Um die Nachtruhe am Augustiner tobt seit Jahren ein Streit in der Stadt. 

  • Studierende, die feiern wollen, sagen: Ist doch alles halb so schlimm, hier eine Gitarre, dort ein paar klirrende Flaschen Tannenzäpfle. 
  • Anwohnerinnen und Anwohner hingegen sagen: Jeden Abend wird’s vorm Fenster laut, keiner sorgt sich um die Nachtruhe.

Am Anfang sollte eine "Säule der Toleranz" den Lärmpegel regeln. Wenn die Nachtruhe eintritt, färbt sich die Lichtsäule von grün zu rot, ein Signal an alle auf dem Platz, doch bitte ruhig zu werden. Kaum stand die Säule, würde sie demoliert.

(Bild: dpa/Patrick Seeger)

Also haben sich die Anwohner Hilfe von der Justiz geholt. Die sollte die Stadt zwingen, mit härteren Maßnahmen für Ordnung zu sorgen.

Bereits 2016 zogen die Bewohner des Augustinerplatzes vor das Freiburger Verwaltungsgericht und reichten Klage gegen die Stadt ein. Die solle es gefälligst schaffen, dass nach Mitternacht Ruhe ist.

Im vergangenen Sommer ließ das Gericht zunächst den Lärmpegel messen. Stadt den erlaubten 45 Dezibel waren bis zu 73 Dezibel zu hören. Im 170 Seiten dicken Lärmprotokoll aus mehreren Juli-Nächten gibt es Flaschengeklirre, Gesang mit Gitarre im Hintergrund, Junggesellenabschiede und sogar Getrommel. (fudder)

Nun gibt es dazu auch ein Urteil: Der Lärm wurde als "gesundheitsgefährdend" eingestuft, die Stadt muss künftig "geeignete polizeiliche Maßnahmen" ergreifen, um das zu ändern. (Badische Zeitung)


Gerechtigkeit

Wen du dir wirklich an die CDU-Spitze wünschst
AKK, Merz und Spahn im Thesen-Quiz.

Angela Merkel geht – aber unklar ist, wer folgt. Anfang November hatte die Bundeskanzlerin angekündigt, sich aus der Spitze der CDU zurückzuziehen. Am Freitag wählen 1001 Delegierte der Partei auf ihrem Parteitag in Hamburg eine neue CDU-Vorsitzende – oder einen CDU-Vorsitzenden.

Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und der ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz haben sich direkt auf das Amt beworben. In den vergangenen fünf Wochen tourten alle drei durch Deutschland – überboten sich mit zum Teil immer härteren Forderungen – und stellten sich in insgesamt acht Regionalkonferenzen den Fragen der Parteimitglieder.

Aber wofür genau stehen Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz?

AKK gilt vielen als "Mini-Merkel", Merz hingegen als "Anti-Merkel" – Spahn gilt im Rennen um den Parteivorsitz nahezu als aussichtslos. Um bei der Parteibasis aufzufallen, haben sich alle drei mit konservativen Positionen überboten; egal, ob es ums Asylrecht oder um härteres Vorgehen gegen kriminelle Ausländer ging. Die als sozialpolitisch geltende AKK vertritt dabei nicht weniger rechte Positionen als Merz und Spahn. Deutliche Unterschiede gibt es hingegen in Klimafragen und in der Sozialpolitik.

bento hat sich die Kernaussagen der Konkurrenten angeschaut und ein Quiz mit 15 Thesen gebastelt. 

Du kannst den einzelnen Thesen zustimmen, sie ablehnen oder als neutral einstufen. Am Ende zeigt dir das Quiz, mit welcher Kandidatin oder welchem Kandidat du die meisten Übereinstimmungen hast. Hier geht's los: