Bild: Christoph Schmidt/dpa
Kindheitserinnerungen ade!

Jeder verbindet irgendeine Kindheits- und Jugend-Erinnerung mit einem Freibad. Seien es diese aufblasbaren Delfine und Wasserbälle, der Geruch von Pommes und Chlor oder diese Ecke da hinten an der Wiese, wo man seinen ersten Kuss erlebt hat. Kann gut sein, dass diese Erinnerungen in der nächsten Generation seltener werden. 

Denn: Immer mehr Freibäder in Deutschland müssen schließen.

Freibäder sind noch immer sehr beliebt und werden viel besucht. Trotzdem müssen viele schließen: Allein 2017 wurden in Deutschland 175 Schwimmbäder geschlossen, darunter 62 Freibäder. Vor allem in Bayern und Nordrhein-Westfalen. (Tagesschau.de)

Warum müssen die Freibäder schließen?

  • Kein Geld: Ein Freibad zu betreiben ist sehr teuer, noch teurer als ein Hallenbad. Instandhaltung, Heizkosten für das Wasser, Personalkosten. "Schwimmbäder sind für Kommunen immer ein Zuschussbetrieb. Die Einnahmen decken laut Städte- und Gemeindebund im Schnitt nur knapp ein Drittel der Kosten. Das heißt, auf jedes Eintrittsticket legt die betroffene Kommune mindestens das Doppelte drauf." (Tagesschau.de
  • Kein Personal: Die Bademeister fehlen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit blieben bis Mai 2018 von 117 Ausbildungsstellen 41 unbesetzt (Süddeutsche Zeitung). Ohne ausreichend Sicherheitspersonal kann ein Freibad nicht betrieben werden.

Warum ist das schlimm?

Ganz abgesehen von den nostalgischen Gründen bieten Freibäder viele Vorteile:

  • Zusammenkommen: So gut wie jeder geht ins Freibad. Jede gesellschaftliche Schicht, jedes Alter, so ziemlich jede Kultur. Hier können Menschen aufeinandertreffen und voneinander lernen, die sich sonst vielleicht nicht so schnell begegnet wären.
  • Schwimmen lernen: Deutschland entwickelt sich laut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mehr und mehr zu einem Land von Nichtschwimmern. 59 Prozent der Grundschüler und jeder zweite Erwachsene (52 Prozent) sind 2017 nach eigenen Angaben Nichtschwimmer und schlechte Schwimmer. Die Schließung von Bädern oder ihre Umwandlung in Spaß- und reine Freizeitbäder sieht die DLRG als Grund dafür. (DLRG)

Was kann man tun, um Freibäder zu retten?

Die DLRG empfiehlt, die Kosten besser zu verteilen. Zur Zeit sind die Kommunen mit der Finanzierung von Hallen- und Freibädern allein. Es sei nötig, "einen Masterplan zu entwickeln, der Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen beim Bau oder bei der Sanierung von Sportstätten, insbesondere Bäder, belastet und einbindet." (DLRG)


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