Bild: dpa/Michael Kappeler
Die Rechtspopulisten zerlegen sich in Rekordzeit.

Frauke Petry wird aus der AfD austreten. Das kündigte sie in Dresden an.

Klar ist, dass dieser Schritt erfolgen wird.
Frauke Petry zu ihrem geplanten Austritt

Einen genauen Zeitpunkt für den Austritt nannte sie nicht. Frauke Petry ist bislang Bundesvorsitzende der Partei. Mit ihr würden auch der Parlamentarische Geschäftsführer Uwe Wurlitzer und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kirsten Muster ihre Ämter niederlegen, sagte Petry (SPIEGEL ONLINE.)

Wie konnte es dazu kommen?
(Bild: dpa/Michael Kappeler)

Die AfD hatte Petry zuletzt zu einem Austritt gedrängt, nachdem sie angekündigt hatte, der AfD-Fraktion im Bundestag nicht angehören zu wollen. AfD-Vorstandsmitglied André Poggenburg sagte, nur so könne Petry "einem Antrag auf Parteiausschluss zuvorkommen".

Die 42-Jährige hatte ihren Wahlkreis in der Sächsischen Schweiz gewonnen und wird deshalb direkt in den Bundestag einziehen. Im Wahlkampf stritt Petry sich mit den Spitzenkandidaten der Partei, Alexander Gauland und Alice Weidel. Petry repräsentierte den nicht ganz so rechten Flügel in der Partei. Letztendlich setzten sich Gauland und Weidel durch.

Tritt auch Petrys Ehemann aus?


Wie die AfD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen meldet, hat Markus Pretzell zufolge die Fraktion verlassen. Diesen Schritt habe Pretzell für die nächste Fraktionssitzung angekündigt, so Sprecher Michael Schwarzer. Das hatte zuerst die "Rheinische Post" berichtet, Pretzell schrieb auf Twitter, das Medium sei "schlecht informiert" (SPIEGEL ONLINE).

Zerbricht die AfD?

Petry will zunächst "als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag" arbeiten. Ob sie die Gründung einer eigenen Fraktion oder Parlamentariergruppe anstrebt, hat sie bisher nicht verraten. Die Frage ist nun, wie viele Abgeordnete Petry folgen wollen. Bisher gibt es noch keine Anzeichen dafür, dass weitere AfD-Abgeordnete sich ihr anschließen wollen.


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