Bild: dpa/Britta Pedersen
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Im November 2015 besuchte Frauke Petry mit ihrem Lebensgefährten Marcus Pretzell den Bundespresseball – Berlin, Hotel Adlon, die AfD-Chefin kam parteifarbengetreu in einem Abendkleid in Aschenputtelblau. Es wurde getanzt und getrunken, und da es sich um eine Veranstaltung von Journalisten für Journalisten und Politiker handelt mit Sicherheit auch nicht wenig.

Offenbar war die AfD-Vorsitzende kein besonders guter Gast, in diesem Jahr bekam jedenfalls weder sie noch ihr Partei-Kollege Jörg Meuthen eine Einladung. (SPIEGEL ONLINE)

(Bild: Giphy )

Die knappe Erklärung von Gregor Mayntz, Vorsitzender der Bundespressekonferenz:

Wir müssen jedes Jahr neu entscheiden, wen wir zum Bundespresseball einladen. In diesem Jahr gehört die AfD zu jenen, die wir nicht eingeladen haben.
Tja.

Zum "Warum" äußerte sich Mayntz nicht, viel Raum für Spekulationen gibt es allerdings nicht: Frauke Petry ist ein großer Fan des Wortes "Pinocchiopresse". Im vergangenen Jahr war sie direkt nach dem Bundespresseball mit ihrem Lebensgefährten Marcus Pretzell, ebenfalls AfD-Politiker, zum Bundesparteitag nach Hannover gefahren – und hatte dort mit der "Lügenpresse" abgerechnet. (SPIEGEL ONLINE)

(Bild: Giphy )

Die AfD beschimpft Journalisten und Medien gerne als “Lügenpresse”, weil sie nicht so berichtet, wie es die AfD gerne hätte. (Hier gibt es ein schönes Beispiel)

Die Verunglimpfung der freien Medien erinnert in unschöner Weiser an das Dritte Reich, in dem die Medien von den Nationalsozialisten schließlich kontrolliert und gleichgeschaltet wurden. Diese “Lügenpresse” in Form des Bundespresseballs hat nun entschieden, die AfD dieses Jahr nicht einzuladen.

Einige AfD-Politiker nahmen die Nicht-Einladung denn auch gleich als Anlass für weitere Kritik an der "Lügenpresse". Der ehemalige ARD-Redakteur und AfD-Bundesvorstand Armin Paul Hampel empörte sich: "Ich beobachte derzeit eine Verhärtung der Fronten. Die Frage, wer zum Presseball eingeladen ist, gleicht einer politischen Selektion." (SPIEGEL ONLINE)

Parteisprecher Christian Lüth tat verwundert: "Ich verstehe die Entscheidung nicht, es hat die Jahre zuvor doch immer gut geklappt."

Ja, wirklich schade, denn Petrys Auftritt sorgte vergangenes Jahr für diverse heitere Beiträge, unter anderem diesen hier von der "Heute Show":

Ist doch Ehrensache, dass die Pinocchio-Presse die Chefin der Holzköppe einlädt.

Posted by ZDF heute-show on Monday, November 30, 2015

Today

Plötzlich ändert Trump seine Meinung zu Obamacare und Hillary
Also ein bisschen.

Er werde Obamas Gesundheitsreform widerrufen und Hillary Clinton ins Gefängnis stecken – das waren nur zwei der Drohungen im Wahlkampf, mit denen Donald Trump Tausende Amerikaner von sich überzeugte und am Ende die Präsidentschaftswahl gewann.

In einem Interview mit dem "Wall Street Journal", dem ersten seit seinem Wahlsieg, deutete der 70-Jährige jetzt an: So radikal wird sein Politikwechsel nun vielleicht doch nicht.