"Ich habe damit nie und nimmer gerechnet!"

Das Internet ist manchmal ein ungemütlicher Ort. Manchmal regnet es dort Hass, Beschimpfungen und Hetze. 

Aber manchmal ist es dort auch sehr, sehr schön. Dann nämlich, wenn sich viele Internetnutzer zusammentun, um etwas Gutes zu bewirken.

Das durfte nun auch eine alleinerziehende Mutter erleben: Nach einem Post auf Twitter spendeten ihr Hunderte Internet-Nutzerinnen und Nutzer Geld, damit sie die Klassenfahrten und Ferienbetreuung ihrer Kinder bezahlen kann. Obwohl niemand die Identität der Twitter-Nutzerin kennt.

Mit diesem Tweet fing alles an:

Die Nutzerin schrieb bento, sie sei 35 Jahre alt und arbeite in einer 75-Prozent-Stelle als Kinderkrankenschwester. Ihre vier Kinder ziehe sie allein groß, der Vater zahle nur Mindestunterhalt. Sie sei zwar nicht bettelarm, mit dem Geld werde es aber trotzdem manchmal eng: "Manche finanzielle Sprünge sind nicht drin." So wie die Klassenfahrten ihrer Kinder: Segeln und über die Alpen. Und dann auch noch die Ferienbetreuung. Wenn solche Kosten aufkämen, mit denen sie nicht gerechnet habe, sei das für die Mutter eine große Belastung: "Dann geht was kaputt. Ich habe doch die Verantwortung. Sie haben nur diese eine Kindheit."

Mit dem Post auf Twitter sei es ihr überhaupt nicht um finanzielle Unterstützung gegangen. Eigentlich wollte sie ihrem Frust nur mal Luft machen, sagt sie. "Ich hatte bis gestern Morgen keine 300 Follower. Da 'kennt' man sich. Da motzt man auch mal."

Mit dem, was daraufhin folgte, habe sie "nie und nimmer gerechnet."

Denn auf ihren Tweet hin meldeten sich immer mehr Menschen, die ihre Hilfe anboten. 

Sie wollten ihr Geld geben, damit sie ihren Kindern die Aufenthalte doch noch finanzieren kann.

Zuerst habe sie gezögert, die Angebote anzunehmen, sagt sie. Doch dann sei sie doch über ihren Schatten gesprungen. Denn: "Es ist ja eigentlich für die Kids."

Auf einer Internetplattform richtete sie am Samstag eine Spendenkampagne ein. 

Dort gingen innerhalb weniger Stunden zahlreiche Spenden an – meistens kleine Beträge von 10, 15 Euro. Als dieser Artikel veröffentlicht wurde, waren bereits mehr als 11.000 Euro zusammengekommen. Die Klassenfahrten sind also mehr als gesichert.

Die Mutter kann ihr Glück nun kaum fassen. Im Beschreibungstext der Spendenkampagne bedankt sie sich bei allen Spendern: "Schon alleine für die vielen Worte. Das Verstehen. Die Anteilnahme!"

Auch auf Twitter teilt sie ihre Freude:

Und nicht nur die Beschenkte ist glücklich über das, was passiert ist. Auch diejenigen, die für ihre Kinder gespendet haben, freuen sich.

Ein Tag im Internet also, der für alle Beteiligten schön zu Ende geht. Muss es ja auch manchmal geben.


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