Bild: dpa/Boris Roessler

Die Bundespolizei hat am Dienstag Teile des Frankfurter Flughafens geräumt.

Von Mittag an war ein Bereich im Terminal 1 gesperrt, gegen 14.30 Uhr gab die Polizei wieder Entwarnung (Bundespolizei). Mindestens eine Person war unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt, bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei dem SPIEGEL.

Die Details, die bekannt sind – und was das für Reisende bedeutet.

Was bekannt ist:

  • Am Frankfurter Flughafen lief die Teilräumung am Dienstag von etwa 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr. 
  • Konkret ging es um die Terminals A und Z. (Bundespolizei Frankfurt)
  • Für Fliegende galt vor Ort ein sofortiger Boardingstopp. 
  • Von den Sperrungen waren rund 60 Flüge und 13 000 Passagiere betroffen.


UPDATE 08.08.2018, 07:30:

Wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Mittwochmorgen bestätigte, müssen viele Passagiere auch am Mittwoch mit Verspätungen und Ausfällen rechnen. Viele Flugzeuge von gestrichenen Flügen stehen noch im Flughafen und müssen abgefertigt werden, außerdem habe es wegen einer Gewitterwarnung weitere Verzögerungen in der Nacht gegeben.

Wann der Betrieb wieder normal laufe, sei weiterhin unklar. Fluggäste sollten sich frühzeitig bei ihren Airlines über ihre Flüge informieren. 

UPDATE 19:00:

Laut einer Pressemitteilung der Bundespolizei Frankfurt war der Auslöser der Terminalräumung der Fehler einer  Luftsicherheitsassistentin: Die Frau hatte bei der Sicherheitskontrolle einer Familie den angezeigten Verdacht eines Detektionsgeräts übersehen. Daraufhin wurden die vier Personen ohne weitere Kontrollen durchgelassen.

Als ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter des Flughafens den Alarm bemerkte, war die Familie nicht mehr aufzufinden. Die Bundespolizei wurde alarmiert, das entsprechende Terminal geräumt.   

Mit Hilfe von Videoaufnahmen konnte die Familie gefunden und nachkontrolliert werden. Von den vier Personen ging keinerlei Gefahr aus, so dass das Terminal wieder freigegeben werden konnte. 

Der abgesuchte Sicherheitsbereich wurde gegen 13:40 Uhr von der Bundespolizei wieder freigegeben. Um 14:30 Uhr wurde die Flugabfertigung wieder aufgenommen. (Bundespolizei Frankfurt)

  • In den Teilbereichen B und C waren die Gates weiterhin geöffnet, so dass dort auch Passagiere abgefertigt werden könnten.
  • Der Krisenstab der Lufthansa hatte vorsorglich größere Hotelkapazitäten im Rhein-Main-Gebiet gebucht, um gestrandete Passagiere unterbringen zu können.
  • Ankommende Maschinen wurden in geöffnete Terminal-Bereiche umgeleitet werden. 
  • Passagiere, die in Frankfurt umsteigen sollten, wurden über andere Drehkreuze wie München, Zürich oder Wien geleitet.

Die Folgen für den Flugbetrieb:

Dem Flughafenbetreiber Fraport zufolge wurden allein bis 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag (SPIEGEL ONLINE).

Erst vor einer Woche hatte es ein großes Chaos am Münchner Flughafen gegeben. Eine Passagierin hatte ihr Handgepäck aufgegeben und für Verwirrung beim Sicherheitscheck gesorgt. Der Flugbetrieb musste gestoppt werden, mehr als 30.000 Passagiere waren betroffen. (Münchner Abendzeitung


Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Trump-Behörde warnt Trump: Mauer zu Mexiko wird riesige Geldverschwendung
Tag 564.

Die Mauer ist eines der Lieblingsthemen von US-Präsident Donald Trump. Im Wahlkampf hat er damit geprahlt, eine riesige Mauer an der Grenze zu Mexiko hochzuziehen, immerhin komme er aus dem Immobiliengeschäft. Die Mauer würde illegale Einreisen verhindern, die Kosten des Mammutprojekts würde Mexiko selbst tragen.

Mittlerweile ist Trump anderthalb Jahre im Amt und seine Mauer steht noch immer nicht. Verschiedene Baufirmen testen allerdings Modelle entlang der US-mexikanischen Grenze. Entsprechend wird der Mauerbau auch von US-Behörden evaluiert.

Nun sagt der US-Rechnungshof in einem offiziellen Bericht: Die Mauer wird wahrscheinlich zu teuer, zu kompliziert und nicht leisten, was sie soll.