Bild: dpa/Silas Stein
Drei Fragen und drei Antworten zum Projekt

In Frankfurt sollen künftig per Straßenbahn Pakete in die vom Autoverkehr überlastete Innenstadt gebracht werden. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt spricht dabei von einem "Pilotprojekt". 

Wie sieht das Projekt aus?

Die Logistiktram, die zwar wie eine normale Straßenbahn aussieht, soll statt Menschen Pakete liefern und war in Frankfurt das erste Mal unterwegs. Sie wird mit sogenannten Mikrodepots beladen, also Kisten voller Paketsendungen – die Depots werden dann zu Umschlagplätzen in der Innenstadt gebracht. Von dort aus liefern Fahrradkuriere die Kisten bis an die Haustür.

Was soll mit damit bewirkt werden?

Hauptsächlich sollen die Umwelt sowie die volle Innenstadt entlastet werden.  So lasse sich eine "nahezu emissionsfreie Citylogistik" realisieren, sagt der Abteilungsleiter Stadtentwicklung der Stadt Frankfurt, Ansgar Roese.

Gibt es ähnliche Projekte in Deutschland?

Laut der Verkehrsgesellschaft Frankfurt ist die Idee, via Straßenbahn Pakete an Privathaushalte zu liefern, neu. Güterverkehr per Straßenbahn gab es allerdings auch schon in den 1960-er Jahren in Deutschland, sagt Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) bei der Vorstellung des Projekts. Aktuell gibt es lediglich in Dresden ein vergleichbares Projekt – dort werden mit der "CarGoTram" Autofabriken mit Bauteilen beliefert.

Mit Material von dpa


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