Es ist nur der Anfang.

Forscher an der Harbin Medical University in China haben zum ersten Mal eine Kopftransplantation bei einer Ratte durchgeführt. Laut dem umstrittenen italienischen Forscher Sergio Canavero gilt der im Fachmagazin CNS veröffentlichte Versuch als Vorlauf für eine Transplantation beim Menschen. (The Independent)

Das Forscherteam um Canavero und seinen chinesischen Kollegen Xiaoping Ren pflanzten den Kopf einer Ratte auf den Körper einer anderen Ratte. Sie ersetzten den Kopf dabei nicht, sondern schufen somit ein Tier mit zwei Köpfen:

Eine dritte Ratte wurde für das Aufrechterhalten des Blutkreislaufs für die Operation genutzt:
(Bild: CNS/screenshot)

Besonders schwierig an dieser Transplantation ist das Durchtrennen und wieder Zusammenführen des Rückenmarks. (SNI) Mit dem Versuch sollten neue Erkenntnisse darüber erlangt werden, wie die Blutzirkulation während solche einer Operation aufrecht erhalten werden kann. Und auch, wie das Abstoßen des neuen Kopfes durch das Immunsystem verhindert werden kann. 

Dies hatte bei allen vorigen Versuchen dazu geführt, dass die Tiere wenige Tage nach der Operation starben

Der italienische Mediziner Canavero kündigte an, er wolle die erste Kopftransplantation beim Menschen durchführen. Ursprünglich sollte für die geplante Operation der an Muskelschwund leidende Russe Valery Spiridonov zur Verfügung stehen. Dies sei nun nicht mehr der Fall. An wem nun die gefährliche Operation realisiert werden könnte, ist noch nicht klar.

Die größte Hürde dabei ist, das Rückenmark von Spender und Empfänger zu verbinden, sodass der Kopf den Körper steuern kann. 

(Bild: dpa/Tonino Di Marco)

Kollegen kritisieren Canavero für seine Pläne einer menschlichen Kopftransplantation: Laut Veit Braun, Sekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, ist keine der Techniken ausgereift, die Canavero anwenden will. Und selbst wenn technisch alles klappen würde, "hat man am Ende einen lebenden Kopf, der keine Kontrolle über seinen Körper hat." Der Mensch könne danach weder selbst essen, noch atmen, reden oder auf die Toilette gehen können. (Spiegel Online)

Braun glaubt deshalb, dass es nie zu der Operation kommen wird. Auch, weil sich wohl kein OP-Team finden würde, das das Experiment mittragen würde. Hunt Batjer, der Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Neurochirurgen sagte ebenfalls: "Ich wünsche das niemandem. Ich würde es auch niemandem erlauben, das einem Menschen anzutun – denn es gibt viele Dinge, die noch schlimmer sind als der Tod". (The Independent)

Korrektur: In einer ursprünglichen Version hieß es, der Kopf einer Maus sei auf eine Ratte genäht worden – es sind aber alle beteiligten Tiere Ratten. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Was sagst du dazu?

Fühlen

Ich habe versucht, auf Tinder Freunde zu finden – und das ist passiert

Eigentlich hatte ich das Kapitel Tinder und andere Dating-Apps nach zahlreichen Treffen abgeschlossen. Es ist nicht so, dass ich nur schlechte Erfahrungen damit gemacht habe – eigentlich sogar sehr viele gute. Aber das viele Schreiben und die Dates mit permanent neuen Typen gingen mir irgendwann ziemlich auf die Nerven.

Während ich getindert habe, ist mir allerdings eine Sache aufgefallen: Es gab immer wieder Leute, die angeblich nur nach Freunden suchten. 

Kann das funktionieren über eine Dating-App?