Bild: Uli Deck/dpa
Einer der dümmsten Kommentare kam von Sebastian Vettel.

Männer erbringen sportliche Höchstleistung, die Frauen erwarten sie in knappen Shorts und lächeln bewundernd. So kennt man die Formel 1

Damit soll jetzt Schluss sein. Der Rennsport schafft seine Nummernmädchen – auf Englisch "Grid Girls" – ab. Das sind jene Frauen, die während eines Wettkampfs rund um die Rennstrecke als Hostessen arbeiten. Sie halten Schilder mit der Startnummer eines Piloten, werben für Sponsoren und sind dabei meist eher leicht bekleidet. Nach den Rennen stehen sie den Siegern Spalier.

Sean Bratches, der Marketingchef des Formel 1-Besitzers Liberty Media, sagte laut BBC:

Obwohl die Praxis, 'Grid-Girls' zu beschäftigen, seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Grands Prix ist, glauben wir, dass diese Sitte nicht mit unseren Markenwerten in Einklang und klar im Widerspruch zu modernen gesellschaftlichen Normen steht

Kritik an den Nummernmädchen hatte es schon länger gegeben, weil sie sexistische Rollenklischees bedienten: Die Frau soll nur lieb lächeln, während der Mann für seine Leistung gefeiert wird. Bereits im Dezember hatte das Unternehmen daher Überlegungen bekanntgeben, sie abzuschaffen. Einige Rennen hatten in den vergangenen Jahren daher begonnen, mit Alternativen zu experimentieren – "Grid Boys" zum Beispiel.  (SPIEGEL ONLINE)

Als 2015 beim Großen Preis von Monaco solche Männer zum Einsatz kamen, kritisierte Sebastian Vettel das mit den Worten:

"Das Auto zu parken und auf den Hintern von einem George oder Dave zu gucken, das hat mir nicht gefallen."
Formel 1-Fahrer Sebastian Vettel auf dem Grand Prix in Malaysia, hinter ihm: Grid Girls. (Bild: dpa)

Andere Formel 1-Fahrer hatten sich zuletzt für den Verbleib der Boxenstop-Frauen ausgesprochen. "Die Grid Girls müssen bleiben", sagte Red-Bull-Fahrer Max Verstappen der "Bild"-Zeitung. 

Auch einige "Grid Girls" selbst empören sich über die Entscheidung der Formel 1. Charlotte Gash, die Teilzeit als "Grid Girl" arbeitet, sagte der BBC: "Es ärgert und widert mich an, dass die Formel 1 einer Minderheit nachgibt, um politisch korrekt zu sein." Sie sei zum Glück nicht vollkommen abhängig von dem Job, aber viele andere schon. Weiter sagte sie:

"Ich weiß, die Grid Girls sind da, um gut auszusehen, aber meine Rolle war es auch, mit der Menge zu interagieren und wir haben Werbung für Sponsoren gemacht. Wir lieben diesen Job, wir wollen nicht, dass ihn uns jemand wegnimmt.

Andere kritisierten die Unmittelbarkeit der Entscheidung und sagen, die Formel 1 hätte die Rolle der Frauen nicht abschaffen, sondern der modernen Zeit anpassen können. 

Die Formel 1 ist nicht der einzige Sport, der sein dargestelltes Rollenverständnis hinterfragt. Nur wenige Tage zuvor hatte die Profi-Dartspielerorganisation PDC ihre Walk-on-Girls abgeschafft. (The Independent)


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