Bild: dpa/Herbert P. Oczeret

Österreich will einen Vorschlag für eine europaweite Zuwanderungsobergrenze ins EU-Parlament einbringen. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf ein Konzept des österreichischen Verteidigungsministers und SPÖ-Politikers Hans Peter Doskozil. Damit soll die "verfehlte europäische Asylpolitik" beendet werden, sagte er der Zeitung.

Das Konzept sieht neben einer Flüchtlingsoberbergrenze für alle EU-Staaten auch vor, dass Asyl-Anträge künftig nur noch von außerhalb Europas gestellt werden können.

Österreich hatte im vergangenen Jahr eine Obergrenze von 37.500 Flüchtlingen eingeführt. ("Die Zeit") Anders als Deutschland: Eine Obergrenze von 200.000 Menschen pro Jahr wird seit langem von der CSU gefordert, Kanzlerin Merkel und die CDU sind nach wie vor dagegen, ein Kompromiss ist noch nicht in Sicht. ("Tagesschau")

Österreich will derweil seine Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit ausweiten – und folgt damit dem Vorbild Deutschlands. Eigentlich hatte die EU-Kommission im November entschieden, dass die im vergangenen Jahr neu eingeführten Grenzkontrollen in einigen Staaten des Schengen-Raums nur noch bis Februar dieses Jahres gelten sollen. Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) allerdings angekündigt, die Kontrollen noch weiterzuführen.

Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen im Herbst 2015 hat Deutschland als erstes Land Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich eingeführt. Dänemark, Schweden, Norwegen und Österreich folgten mit eigenen Grenzkontrollen. Normalerweise sollte im Schengen-Raum, zu dem all diese Staaten zählen, ungehindertes Reisen möglich sein.


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Fake-News: Nein, in Dortmund hat keine Kirche gebrannt

Was für eine News: In der Silvesternacht soll ein Mob von 1000 Mann die Polizei in Dortmund angegriffen und Deutschlands älteste Kirche angezündet haben. Das schreibt die rechtspopulistische Website "Breitbart". Deren früherer Chef, Stephen Bannon, hat Donald Trump im Wahlkampf geholfen und wird nun Chefstratege im Weißen Haus.

Die angebliche Enthüllung aus Dortmund ist ein Fake.

"Breitbart" hat das getan, wofür die Seite berüchtigt ist: Fakten verdreht, eine reißerische Geschichte erfunden, Stimmung gemacht.