Bild: dpa/Armin Weigel

Knapp zwei Millionen Ausländer sind im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen. Dazu gehören zum Beispiel alle in Deutschland registrierten Flüchtlinge oder EU-Bürger, die zum Arbeiten ins Land kamen. Im Jahr 2014 hatte es 1,3 Millionen Zuzüge geben. Die Zahlen entstammen einer Schnellschätzung vom Statistischen Bundesamt und wurden am Montag präsentiert. (Hier geht's zur Statistik)

Die zwei Millionen sind jedoch nicht erschöpfend: Laut Bundesamt zogen 2015 rund 860.000 Ausländer aus Deutschland fort. Übrig bleibt also eine Zuwanderung von 1,14 Millionen Ausländern. Das ist der höchste Stand, der jemals in Deutschland gemessen wurde. 2014 blieb (nach Gegenrechnung der Fortgezogenen) ein Plus von 577.000 Ausländern.

Die Schnellschätzung wurde erstmals durchgeführt. Sie basiert auf bereits vorliegenden geprüften Ergebnissen für die Monate Januar bis August 2015 und ab dann auf geschätzten Daten. Die Schätzungen wurden anhand von Rohdaten modelliert. Das Bundesamt gibt allerdings zu, dass gerade im Herbst der Zuzug von "Schutzsuchenden" – also vor allem Kriegsflüchtlingen aus Syrien und Afghanistan – stark angestiegen ist. Die Schätzung sei daher nicht endgültig.