Bild: dpa/ Markus Scholz
50.000 Deutsche haben einen gefunden.

Die Sprache lernen, neue Freunde und einen Job finden – das alles ist wichtig, um sich in einem Land zu integrieren. Was die Arbeit betrifft, sind die Chancen für Flüchtlinge in Deutschland zurzeit noch nicht so aussichtsreich.

  • In den vergangenen elf Monaten haben 34.000 Flüchtlinge einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt gefunden – darunter sind Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern wie Syrien, Irak und Afghanistan erfasst.
  • 406.000 Flüchtlinge sind hingegen bei den Arbeitsagenturen als arbeitssuchend gemeldet, 160.000 davon als arbeitslos. (Der Unterschied zwischen arbeitssuchend und arbeitslos wird dir hier erklärt: Arbeitsagentur) Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit herausgefunden. ("Süddeutsche Zeitung")
Als was arbeiten die 34.000 Beschäftigten?

Die Ergebnisse des Instituts sind schwammig formuliert: Jeder Fünfte der 34.000 jobbt als Leiharbeiter, umgerechnet sind das 22 Prozent. 20 Prozent üben eine Dienstleistung mit Wirtschaftsbezug ohne Zeitarbeit aus.

Betriebe stellten Flüchtlinge häufig erst einmal nur für eine gewisse Zeit ein – es helfe aber dabei, Bedenken auf Seiten des Arbeitgebers aufzuräumen, sagt der Direktor des Instituts, Joachim Möller. Im Gastgewerbe sind 57 Prozent der Menschen beschäftigt. (SPIEGEL ONLINE)

Was tut dir Regierung dafür, um mehr Arbeitsplätze für Flüchtlingen zu schaffen?

Im August startete Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ein Programm, mit dem sogenannte Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge entstehen sollen. Insgesamt plante das Ministerium 100.000 öffentlich geförderte Arbeitsstellen – nach rund vier Monaten sind 5000 davon geschaffen.

Wird sich die Lage verbessern?

Möller ist skeptisch. "Wenn wir es geschafft haben, nach fünf Jahren 50 Prozent in Lohn und Brot zu bekommen, ist das sicherlich ein Erfolg." Dafür müsse allerdings mehr in die Integration investiert werden.

Woran könnte es liegen, dass noch nicht mehr Flüchtlinge einen Job haben?

Vor allem wird die Sprachbarriere für viele noch sehr groß sein. Bis die Zugezogenen die deutsche Sprache gelernt haben und gut beherrschen, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Die Frage wird auch sein, inwieweit Deutschland die Ausbildung der Menschen aus ihrer Heimat hier anerkennt.

Haben die Deutschen von dem Zuzug der Flüchtlinge profitiert?

Ja. Auf dem Arbeitsmarkt sind für Deutsche etwa 50.000 bis 60.000 Jobs entstanden, schätzt Möller. "Beschäftigungszuwachs gab es etwa im Bau, bei außerschulischen Lehrtätigkeiten und Sprachlehrern, Wachleuten, Sozialarbeitern und in der öffentlichen Verwaltung."


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Jalens Reaktion auf eine echte Python ist das beste, was du heute sehen wirst
Das hier ist Jalen Brooks.