Im vergangenen Sommer kamen deutlich mehr Flüchtlinge nach Deutschland als zuvor. Schnell wurde diskutiert, ob und wie gut die Hilfesuchenden integrierbar sind und ob und wie sehr wohl die Kriminalität ansteigen werde. Im Netz überschlugen sich bald die (Falsch-)Meldungen von Übergriffen und Raubzügen.

Nun hat das Bundeskriminalamt (BKA) erstmals deutschlandweite Zahlen zur "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" vorgelegt. Die wenig überraschende Kernaussage: Flüchtlinge sind genauso wenig kriminell wie Deutsche (Hier die Studie als PDF). Untersucht wurden alle Straftaten von Zuwanderern zwischen Januar und März diesen Jahres, insgesamt rund 69.000 Straftaten.

Die Erkenntnisse des BKA-Berichts:
  • 29,2 Prozent der Straftaten waren Diebstahlsdelikte
  • 28,3 Prozent Vermögens- und Fälschungsdelikten, also zum Beispiel das Fälschen von Pässen
  • 23 Prozent waren Körperverletzungen und Straftaten gegen die persönliche Freiheit
  • Bei den Körperverletzungen hatten in knapp der Hälfte der Fälle Opfer und Täter die gleiche Nationalität. Mehr als 50 Prozent dieser Fälle geschahen in Flüchtlingseinrichtungen.
  • 6,6 Prozent waren Rauschgiftdelikte, 1,1 Prozent Sexualdelikte; die restlichen Prozent sind sonstige Straftaten

Insgesamt nahm die Zahl der Straftaten zwischen Januar und März um 18 Prozent ab. "Der weitaus größte Anteil der Asylsuchenden begeht keine Straftaten“, sagten die BKA-Experten bei der Vorstellung des Berichts ("Handelsblatt"). Allerdings traten Algerier, Marokkaner, Georgier, Serben und Tunesier überproportional als Straftäter in Erscheinung – Flüchtlinge aus Bürgerkriegs- und Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan oder Somalia hingegen nicht.

Wie viele Straftaten begehen Deutsche?

Eine Vergleichszahl mit Straftaten von Deutschen gibt es für das erste Quartal 2016 derzeit nicht. Für das Gesamtjahr 2015 waren in der Polizeilichen Kriminalstatistik deutschlandweit laut BKA aber 6,3 Millionen Straftaten gezählt worden – also rund 1,57 Millionen Straftaten je Quartal.

Wie sieht es mit Gewalt gegen Flüchtlinge aus?

Hier lieferte das BKA neue Zahlen – und die bleiben "auf einem hohen Niveau". Zwischen Januar und März gab es insgesamt 345 Angriffe gegen Asylunterkünfte. Ein Jahr zuvor waren es noch 95 Angriffe.

Was bedeuten die Analysen?

Das BKA erhofft sich so eine "Versachlichung" der Debatte um Flüchtlinge. Immer wieder kursieren Falschmeldungen von Vergewaltigungen oder Diebstählen im Netz.

Die Kölner Silvesternacht zum Beispiel wird in Foren oft mit "1000 Vergewaltigungen" gleichgesetzt. Tatsächlich handelte es sich bei den meisten der mehr als 1000 gezählten Straftaten um Taschendiebstahl, danach folgen Sexualdelikte wie Anfassen oder Beleidigen ("Die Welt" I). Insgesamt wurden drei Vergewaltigungen in der Nacht angezeigt ("Die Welt" II).

Das BKA warnte vor dieser Verdrehung übrigens schon im vergangenen Herbst:


Haha

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