Bild: dpa / Hermine Poschmann

Wieder schickt Italien Schiffe voller Flüchtlinge weg: Die "Lifeline" hatte am Donnerstag nach eigenen Angaben mehr als 239 schiffbrüchige Migranten in internationalen Gewässern an Bord genommen. Das dänische Containerschiff "Alexander Maersk" hatte am Freitag 113 Flüchtlinge aufgenommen.

Die neue italienische Regierung will nicht mehr bei Rettungsaktionen für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer helfen. 

Der italienische Innenminister Matteo Salvini schrieb auf Facebook: 

"Diese Schiffe können es vergessen, Italien zu erreichen. Ich will die Geschäfte von Schleppern und Mafiosi unterbinden."

Italien und Malta hatten vor mehr als einer Woche das Rettungsschiff "Aquarius" mit 629 Flüchtlingen an Bord weggeschickt. Spanien erlaubte dem Schiff schließlich, einen spanischen Hafen anzulaufen. (bento)

Darum geht es in dem Streit:

  • Die Helfer auf dem Mittelmeer sagen, dass sie Menschen aus Seenot retten. Sie sagen, dass Flüchtlinge die lebensgefährliche Überfahrt über das Mittelmeer mit dafür ungeeigneten Schlauchbooten trotzdem wagen würden. Eine Untersuchung der Oxford-Universität ergab, dass durch mehr Retter auf dem Mittelmeer die Zahl der Flüchtlinge nicht anstieg.
  • Die Kritiker sagen hingegen, dass die Flüchtlinge darauf setzen, dass sie von freiwilligen Helfern aus Seenot gerettet werden. Diese würden die Flüchtlinge vor der Küste Libyens praktisch abholen. Ohne die Helfer mit ihren Booten würden weniger Menschen sich in Lebensgefahr begeben. Die meisten der Bootsflüchtlinge haben kaum Chancen auf Asyl in Europa, weil sie nicht aus Kriegsländern fliehen.

Bisher hatte die italienische Küstenwache Rettungsaktionen auf dem Mittelmeer koordiniert. Die kleineren, von Freiwilligen betriebenen Rettungsboote konnten bisher Hilfe anfordern. Die Küstenwache hatte dann eigenen oder anderen größeren Schiffen in der Nähe befohlen, Flüchtlinge an Bord zu nehmen. Die Flüchtlinge kamen so nach Italien oder Malta.

Mit Material von dpa


Musik

Hier ist der WM-Hit 2018 für alle, die eigentlich keine WM-Hits mögen
"Vollspann ab ins Tor"

Sommerhits. Ballermannhits. Skihüttenhits. Noch schlimmer sind nur WM-Hits. Hastig zusammengekloppte Lieder, die Fußballfans ein paar Euro aus der Tasche ziehen oder zumindest beim Public Viewing den Bierverbrauch ankurbeln. Der Text immer ein bisschen drüber, Mannschaft, zusammen, noch ein Tor, Deutschlaaaaand, gröhl, sauf.

Dieses Mal ist alles anders – dieses Mal gibt es "Fußball ist cool" von The Screenhots, einer obskuren Band aus dem Twitter-Umfeld, die bisher nur ein paar Lieder auf Spotify gestellt hat. 

The Screenshots sind Susi Bumms, Kurt Prödel und Dax D! Werner, sie machen Gitarrenrock, wie man ihn zuletzt vor 20 Jahren unironisch gehört hat – mit Texten über Europa und Satire. Den Witz verstehen dann Leute, die früher Tocotronic, die Sterne oder Sportfreunde Stiller gehört haben. Und Twitterer.