Sechs Tweets zum #Weathergate

Über Hurrikan "Florence" wird und wurde bereits viel berichtet – besonders in den USA, wo der Sturm und vor allem der Regen stellenweise schwere Schäden anrichteten (SPIEGEL ONLINE). Die Berichterstattung ist dabei oft typisch amerikanisch: Wetter-Reporter, die sich mitten in den Sturm stellen, sich nass regnen lassen und beinahe umgepustet werden. Es scheint, je mehr die Reporter gegen den Wind schaukeln, um so toller findet es der Sender. Ein Wetter-Reporter hat dabei allerdings etwas übertrieben.

Was ist passiert?

Der US-amerikanische Weather-Channel berichtete live über den Hurrikan "Florence". Dafür schickten sie ihren Meteorologen und Reporter Mike Seidel nach Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina (SPIEGEL ONLINE). Seidel wollte offenbar gerne die beschriebenen dramatischen Bilder zeigen und gegen den Wind ankämpfen. Allerdings war der Wind dort offensichtlich gar nicht mehr so stark.

Nicht nur die Bewegungen des Reporters sind komplett ungelenk und unnatürlich. Spätestens als im Hintergrund zwei Jungs in kurzen Hosen vorbeischlendern wird deutlich, dass der Reporter ein bisschen überdramatisiert.

Hier kannst du die Aufnahmen von dem Wetter-Reporter sehen:

Und die Amerikaner? Nehmen es (zum Großteil) mit Humor.

Der Clip ist extrem beliebt: über 27 Millionen Mal wurde er schon angesehen, mehr als 240 000 mal geteilt.

So kam es zum Hashtag #Weathergate auf Twitter.

Unter dem Hashtag wird nicht nur die schauspielerische Leistung des Wetter-Reporters diskutiert, vor allem stellen die Amerikaner selbst gedrehte dramatische Wetter-Kämpfe online.

Nicht nur im Video kann man übertreiben, auch in Bildern wurde dem Wetter ein bisschen mehr Stärke verliehen. 

Trotzdem ist Hurrikan "Florence" kein Witz.

Der Hurrikan ist zwar vorbei, doch das Problem sind nun die Wassermassen: Der Südosten der Vereinigten Staaten kämpft durch "Florence" mit enormen Fluten, die noch schlimmer werden sollen. 

Nach einer Zählung der "Washington Post" waren am Sonntag bereits 17 Menschen durch Folgen des Unwetters ums Leben gekommen, weil entwurzelte Bäume auf ihre Häuser stürzten.

"Florence" war am Freitagmorgen (Ortszeit) als Hurrikan der niedrigsten Kategorie 1 in North Carolina auf Land getroffen. Die Windgeschwindigkeiten schwächten sich dann weiter deutlich ab. 

Die Behörden hatten hunderttausende Menschen entlang der Südostküste aufgerufen, sich vorsorglich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen - bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle waren dem Aufruf gefolgt. 

Mit Material von dpa.


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