Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Der Fernverkehranbieter Flixbus hat seinen bislang größten Konkurrenten Postbus aufgekauft (tagesschau.de). Damit hat das Unternehmen jetzt mit 80 Prozent Marktanteil eine Monopolstellung – und könnte so die Preise für Fernbus-Routen diktieren.

Was ändert sich für die Reisenden?
  • Bis November ändert sich für die Kunden erstmal nichts, die Unternehmen arbeiten unter beiden Marken weiter – Postbus wird allerdings Tochter von Flixbus. Ab dem 1. November werden dann die Fahrzeuge von Postbus umgewandelt.
  • Auch die Preise sollen nicht automatisch steigen: "Wir müssen unseren Kundinnen und Kunden nach wie vor immer das beste Angebot im Preis-Leistungsverhältnis bieten", sagt Marie Gloystein von Flixbus. Dazu würden nicht nur Fernbus-Mitbewerber beitragen, sondern auch andere Konkurrenten wie die Bahn und Low-Cost-Airlines. Eine Fahrt von Hamburg nach Kiel kostet mit dem Postbus bisher fünf Euro, mit der Deutschen Bahn über 20 Euro.
  • Doppelte Verbindungen sollen zusammengestrichen werden. Dafür soll es aber neue Ziele geben: "Wir legen bereits seit dem Start des allerersten grünen Busses Wert darauf, nicht nur Metropolen miteinander zu verbinden, sondern auch ländlicheren Gebieten und kleineren Ortschaften Anschluss an das deutsche Fernbusnetz zu bieten", so Gloystein.

Flixbus startete am im Februar 2013, als das Fernverkehr-Monopol der Bahn aufgehoben wurde. Anfangs gab es nur vier Linien täglichen durch Süddeutschland. Mittlerweile bietet Flixbus rund 10.000 Direktverbindungen in Deutschland und Europa an. Anfang 2015 hat Flixbus bereits "Mein Fernbus" aufgekauft.

Wieso jetzt der nächste Aufkauf?

Flixbus spricht bisher vor allem junges Publikum an, die Tickets gab es als Aktion beim Discounter oder im Internet. Postbus hingegen hat seine Tickets nicht nur im Internet, sondern auch in den Filialen der deutschen Post verkauft und so auch ein älteres Publikum angezogen. Beide Unternehmen erhoffen sich nun, die jeweils andere Zielgruppe mit ins Boot zu holen.

Für die Post war der Postbus ein unrentables Projekt. Die Wirtschaftsprüfgesellschaft BDO hat 2014 gegenüber dem Handelsblatt angegeben, dass noch kein Fernbusunternehmen Gewinn einfahre. Seitdem sind viele Mitbewerber vom Markt verschwunden – oder haben sich mit Flixbus zusammengeschlossen.

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